Kurbelwellensimmerring Getriebeseitig

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Hacki
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Kurbelwellensimmerring Getriebeseitig

Beitrag von Hacki »

Moin,

Ich muss den Dichtflansch für den Kurbelwellensimmerring hinten ersetzen, da der Herr Kfz-Mechaniker-Vorbesitzer die beiden Gewinde vom Flansch kaputt gemacht hat, und dann mit dicken Spaxschrauben die Gewinde komplett gesprengt hat. Eine halbe Kartusche Silikon hat das scheinbar relativ lange Dicht gehalten, aber jetzt tropfte es fleißig. Soviel dazu.

Habe bereits einen Flansch mit der Teilenummer 068103171F bestellt (Elring 804.850), das Ding is aber nicht identisch mit dem Originalteil. Es passt zwar an den Motor, aber ich vertraue dem Braten nicht.

Original ist der Flansch sowohl zum Motor als auch zur Ölwanne hin mit einer planen Metalloberfläche versehen, sodass die Papierdichtungen eine schöne Oberfläche zum abdichten haben.

Der neue Flansch hat jedoch sowohl zum Motorblock als auch zur Ölwanne eine eingebaut Gummidichtung, das ding sieht so aus:
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vag-068103171f-bp17a0d9.jpg (36.67 KiB) 530 mal betrachtet
Meine Fragen dazu:

1. Ich vermute mal, die Papierdichtung zwischen Flansch und Motorblock mit diesem Flansch nicht mehr gebraucht?

2. Wird die Ölwanne so mit der originalen Dichtung dicht, oder gibt es hier etwas besonderes zu beachten? Es sieht aus als wäre da eine "Stufe" in diesem Gummi, die mich irgendwie etwas besorgt stimmt was die Dichtigkeit angeht..

3. Kennt jemand einen Hersteller der den Dichtflansch in Originalform anbietet, ohne eingelassene Gummidichtungen... ?
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Poldy
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Re: Kurbelwellensimmerring Getriebeseitig

Beitrag von Poldy »

Moin,
das ist eine sogenannte "technische Änderung". Grund hierfür ist, dass sich die Simmeringe sowohl vorne als auch hinten in die Kurbelwelle einschneiden mit der Zeit. Deswegen, müssen die Simmerringe auch immer leicht versetzt montiert werden, damit Sie nicht in der alten Rille laufen.

Die Neuen sind halt aus Filz und haben diese Gummidichtung Dichtung zum Block hin.

Ölwannendichtung sollte mit neu gemacht werden, es wird sonst undicht, so meine Erfahrung. Ggf. in die Ecke noch etwas Silikon, wenn dort ein Spalt ist.

Im Block Dichtsatz von Reinz ist der glaube ich noch lose in der alten Version mit drinnen.
Benutzt mal die Suche ich und Kai haben da mal was vor Jahren zu geschrieben.

Gruß

Poldy
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Joe 10v
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Re: Kurbelwellensimmerring Getriebeseitig

Beitrag von Joe 10v »

Hallo zusammen
Ich sollte noch einen Gebrauchten Alu-Flansch liegen haben, natürlich ohne O-Ring
Wellendichtring gibt es einzeln, 85x105x11mm
Einen neuen Einpressen sollte kein Umstand sein.
Nur ein Vorssclag, Mfg
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Hacki
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Re: Kurbelwellensimmerring Getriebeseitig

Beitrag von Hacki »

@Joe 10v - danke, ich habe selber noch einen alten Flansch rumfliegen.

Die Ölwannendichtung (und Ölwanne) ersetze ich sowieso. Eigentlich war das der Plan, bis ich festgestellt habe, dass der Flansch hinten grob beschädigt wurde.

Ich habe mir heute den neuen Elring-Flansch nochmal genau angeschaut am Motor, und ich kann mir keinen Reim drauf wer sich dabei was gedacht hat.
Die Gummilippe sieht so aus, als ob sie eigentlich für Blöcke gedacht wären, die hinten einen Durchgehenden Steg haben - und nicht wie hier ein Kurbelwellenlager..

Die Lippe verbiegt und beult sich an den Ecken auf. Und da soll man dann noch eine Ölwannendichtung draufschrauben? :shock:
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Mit Dichtmasse will ich da eigentlich nicht rumschmieren.
Ich habe mir jetzt nochmal Dichtungen bestellt - einen einzelnen Simmerring von Elring, um den Flansch den ich rumfliegen habe zu "erneuern", sowie einen kompletten Flansch "VIKA", der zumindest nach Bildern im Netz noch die alte Bauform haben dürfte. Ob ich den einbaue oder meinen alten Flansch mache ich dann davon abhängig welchen eindruck der erweckt, und ob auf dem Simmerring ein namhafter Hersteller sichtbar ist. Ich halte euch auf dem Laufenden...

Gruß
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Re: Kurbelwellensimmerring Getriebeseitig

Beitrag von Joe 10v »

Servus Hacki
Ich habe bei meinen 10 Sauger auf 20v Aluölwanne mit 20v Saugrüssel umgebaut.
Mehr Ölinhalt plus 10 Grad weiniger Ölthemparatur bei Vollgas auf der Bahn 8)
Mfg
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Hacki
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Re: Kurbelwellensimmerring Getriebeseitig

Beitrag von Hacki »

Moin,

So, Karre wieder zusammengebaut.
Ich habe jetzt den Flansch von VIKA verwendet. Ich bin mir nicht sicher ob den empfehlen sollte - ich hab beim Einbau schon ein skeptisches Gefühl gehabt, da die Dichtfläche zur Ölwanne auf der rechten seite eine vielleicht 0,1mm Stufe hatte - also, der Flansch ist an der Stelle nen 10tel Milimeter kürzer als er sein müsste, damit das eine Plane fläche mit der unterseite vom Motorblock bildet, wo die Ölwannendichtung aufliegt. Sieht man auf dem Bild auch ganz gut, dass da ein stärkerer Schatten ist als links.

Zusammengebaut habe ich das dann trotzdem, und ein wenig Reinzoplast verwendet. Gedacht, die Dichtung und das Dichtmittel werdens schon richten. :roll:
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Beim ersten Testlauf war's dann genau an der Stelle undicht.

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Ich habe dann nochmal die Schrauben nach gefühl nachgezogen statt nach Drehmoment, eine Testfahrt gemacht, und jetzt scheint es dicht zu sein.
Sollte es trotzdem wieder tropfen, werde ich die Ölwanne nochmal abbauen und an der stelle eben doch mit einer aushärtenden Dichtungsmasse arbeiten.

In anbetracht der sch*-Arbeit die es ist ein Getriebe aus- und einzubauen, würde ich doch eher empfehlen einen gebrauchten Originalflansch zu nehmen, und dort den Wellendichtring ersetzen, statt ein Zubehörteil zu verbauen.

Achja, und falls sich noch jemand fragt warum ich den Aufriss gemacht habe, und nicht einfach mit Silikon gearbeitet habe - das ist der alte Flansch - beide Gewinde komplett zerstört, und an der Ölwanne ein größeres Loch gebohrt für die dicke Blechschraube. D.h. die Ölwanne war hinten eigentlich nur festgeklebt, aber nicht verschraubt.
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Re: Kurbelwellensimmerring Getriebeseitig

Beitrag von Joe 10v »

Servus
Jetzt sieht das ganze doch gut aus.
Es gibt noch einen Dichtflansch von Topran auf Bay.de
Allerdings kein gutes Foto ob Originale oder neue Ausführung
Dein alter Flansch sieht schon nach Pfusch aus.
Mfg
Daniel Turbo10V
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Re: Kurbelwellensimmerring Getriebeseitig

Beitrag von Daniel Turbo10V »

Hallo zusammen,

ich setze grundsätzlich in den Alukörpern vorne wie hinten an 5 Zyl.- Motor "Helicoilbuchsen" ein. Ich habe es schon zu oft erlebt das diese Gewinde ausgerissen, überdreht oder wie hier in dem Fall mit Dichtmittel und einer Spaxschraube zweifelhaft "befestigt" wurden.

Ich würde damit sogar wahrscheinlich jetzt noch das gezeigte "Grobgewinde" retten können. Wichtig VORHER leicht mit einem Kegelsenker ansenken.


Gruß Daniel
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Hacki
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Re: Kurbelwellensimmerring Getriebeseitig

Beitrag von Hacki »

Klingt nach einem sehr sinnvollen upgrade. Diese M6 Gewinde in Aluminium sind empfindlich wie kühlschrankkalte Butter. :?
Wenn dann einer noch die 20Nm Drehmoment nimmt die in den alten Reparaturleitfäden steht ist die Vollkatastrophe ja vorprogrammiert.

Könnte mir auch vorstellen dass M6 Stehbolzen einsetzen eine alternative ist, dann frißt sich auch nix mehr in das Gewinde beim Festziehen, und ist einfacher als Helicoils einsetzen.
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Re: Kurbelwellensimmerring Getriebeseitig

Beitrag von Daniel Turbo10V »

Zum Helicoil einsetzen muß leider alles demontiert sein um ein gerades, sicheres Gewinde zu erhalten. Ich denke an der Ölpumpe vorne kann es auch im montierten Zustand nachgesetzt werden, aber hinten ist das zu unsicher.

Diese angegebenen 20Nm sind nach meinem Verständnis an diesen Stellen FALSCH!!! Da es sich hier um Aluminium handelt. Die anderen Schrauben der Ölwanne im Block werden das mit machen. Aber da hat man soweit ich weiß nie unterschieden.............

Ach ja noch etwas-
die hier gezeigte "Neue Version" des Dichtflansch mit dem angespritzten Dichtlippen habe ich bereits 2x ein, und nach kurzer Zeit wieder aus gebaut- UNDICHT da das Gummi nachgibt.
Die "alte Variante" mit Papierdichtung und Wellendichtring ist :} :} :}
Ich habe mir zum geraden aus und einpressen des kupplungsseitigen Wellendichtring eine Scheibe auf Maß gedreht- funktioniert 1A. WICHTIG ist das der Wellendichtring GERADE und gleichmäßig sitzt


Gruß Daniel
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