Problem mit Budweg Sätteln HA

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Problem mit Budweg Sätteln HA

Beitragvon Morti » 20.06.2019, 16:20

Hi Leute,
erstmal das Problem: Ich kann am 44Q den Handbremshebel bis zum Anschlag hoch ziehen, aber selbst dann nur minimale Bremswirkung feststellen.

Verbaut ist seit gestern Folgendes: neue Handbremsseile, 280x22mm Scheibe (8E0615301B) mit neuem Sattelhalter (4D0615425C), originalen 220V Belägen und Girling 41/43 Sätteln, diese sind von Budweg überholt.
Zur Geschichte, den Wagen hab ich seit ca. 8 Jahren. Kurz nachdem ich ihn übernommen hatte, waren die Handbremshebelchen fest, und da ich damals keine Lust zum Überholen der alten Sättel hatte, kaufte ich mir auf Empfehlung "kaspar"s hin Budweg Sättel im Fachhandel. Diese hab ich mit den alten, aber damals noch guten, Belägen und Scheiben eingebaut. Schon damals war die Handbremse relativ schwach und der Hebelweg lang, ich schob es auf die alten Scheiben und Beläge. Da die Betriebsbremse gut war, beließ ich es dabei.
Dieses Jahr waren die Scheiben und Beläge hinten schon ziemlich runter. Weil ich eh alles neu machen musste, hab ich gleich auf die grössere 280mm Bremse umbebaut.
Also einmal alles neu, bis auf eben die damals neu gekauften Budweg Sättel. Das Problem mit dem langen Handbremshebelweg blieb.

Bevor es zu Missverständnissen kommt: Die Kolben der Sättel wurden mit einem geeigneten Rückstellwerkzeug zurück gedreht/gedrückt, die Kolben laufen butterweich.
Die Handbremshebelchen schnappen einwandfrei in Originallage zurück, sind also auch leichtgängig.
Die Fußbremse wurde nach dem Tausch mehrmals kräftig durchgetreten, Die Handbremse ist an der Kolbenstange so eingestellt, dass es keine Vorspannung an den Hebelchen der Sättel gibt wenn sie nicht gezogen ist. Wenn man den Handbremshebel bis zur ersten Raste hochzieht, bewegen sich die Hebelchen schon ein wenig.
Ergo, noch weiter kann ich die Seile an der Kolbenstange nicht vorspannen.

Also was bleibt jetzt übrig? Sind die Sättel von Anfang an defekt gewesen :kotz: ?

Hat jmd. einen Vorschlag? Ansonsten muss ich die Sättel wohl zerlegen und nach dem Fehler suchen.

Gruß und Danke im vorraus

Karsten
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Re: Problem mit Budweg Sätteln HA

Beitragvon kork » 20.06.2019, 18:19

Ich hatte vor einem Monat das gleiche nach dem Wechsel der Bremsscheiben und -Belägen sobald die Beläge und Scheiben richtig eingefahren waren(ca 2 Wochen) war alles gut.
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Re: Problem mit Budweg Sätteln HA

Beitragvon kspanda750 » 20.06.2019, 18:39

Greift der Handbremshebel im Bremszylinder nicht, weil neue Belege, neue Scheiben? Zylinder ist jetzt ja maximal reingefahren.
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Re: Problem mit Budweg Sätteln HA

Beitragvon Poldy » 20.06.2019, 21:28

Moin,

du kannst die Sättel auch ganz einfach pürfen, löse sie vom Satteltäger und betätige den Hebel am Sattel von Hand. Dann siehst du ob er raus kommt. Bei mehrmaliger betätigung muss er von alleine rauswandern und sich nachstellen.

Gruß

Poldy
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Re: Problem mit Budweg Sätteln HA

Beitragvon scotty10 » 21.06.2019, 12:30

Mojn Mojn,
"...den Handbremshebel bis zum Anschlag hoch ziehen, aber selbst dann nur minimale Bremswirkung feststellen. ..."
Hatte derartiges Problem auch schon.

Vermutlich funktioniert die Betriebs-Bremse (Fuß-Bremse) normal.
Laut der Beschreibung ist es sehr wahrscheinlich, daß an einem Sattel der Sprengring
- welcher den Käfig mit der Feder arretiert -
aus seiner Führung (Nut) rausgerutscht ist und den "Käfig" nicht mehr nieder hält.
Damit funktioniert die Verschleiß-Nachstellung (-Arretierung) der Handbremse nicht mehr
und der Hebelweg der Handbremse ist extrem groß bei (fast) keiner Bremswirkung.

Wie Poldy geschrieben hat, gilt es herauszufinden, welcher Sattel "der Verursacher" ist.

Hab damals den "fehlerhaften" Sattel ausgebaut, den Bremskolben entfernt und den Sprengring wieder ordentlich eingebaut.
Danach war das Problem beseitigt.
(irgendwo hier im Forum "geistert" eine detailierte und gut bebilderte Anleitung zwecks Sanierung der Sättel rum)

Tipp:
Dieser Sprengring ist vermutlich ein gestanztes Bauteil.
D.h. wenn man diesen flach vor sich hält und anschaut (siehe Bild - 2), kann man oft erkennen, daß eine Kante etwas "scharfkantiger" ist.
Beim Einbau muss diese "scharfe" Kante nach oben - sprich: in Richtung Bremskolben - zeigen.

So hab ich es damals gemacht und es funktioniert noch heute.

(Bild-Quelle: Überholung des hinteren Bremssattels)
Dateianhänge
Bremssattel_Sprengring.jpg
(Bild - 1) Sprengring im Bremssattel
20190621_120838.jpg
(Bild - 2) Demonstration der Ansicht mit einem Geldstück
Gruss Scotty
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Re: Problem mit Budweg Sätteln HA

Beitragvon Morti » 21.06.2019, 20:46

Hi zusammen,
hab heute mal geschaut, also, wenn man das Handbremshebelchen betätigt, tut sich erstmal nichts. Erst wenn er etwa die Hälfte seines Wegs bis zum Anschlag zurückgelegt hat, fängt er an den Kolben rauszudrücken. Ich denke, so gehört das nicht, deshalb hab ich den Sattel zerlegt. Erstmal, alle Sprengringe an ihrem Platz, zweitens wenn der Kolben draussen ist und man das Hebelchen betätigt, fährt ohne Spiel die Gewindestange aus.
Noch kann ich mir keinen Reim darauf machen was da falsch läuft.
Vielleicht hat einer eine Idee?

Gruß Karsten
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Re: Problem mit Budweg Sätteln HA

Beitragvon scotty10 » 22.06.2019, 00:49

Nabend,

Wäre möglich das der Bremskolben nicht richtig auf der Gewindestange (Spindel) aufgeschraubt war.
Bei Betätigung der Handbremse wird der Bremskolben nur mechanisch
durch die Windungen auf der Spindel (siehe Bild) rausgedrückt.

Bei Betätigung der Betriebs- (Fuß)-Bremse wird der Bremskolben durch den hydraulischen Druck
der Bremsflüssigkeit bewegt.
Dateianhänge
Bremssattel_Spinde_01l.jpg
Gruss Scotty
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