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Seltsames Startverhalten

Verfasst: 11.03.2019, 15:18
von hinki
Tach Leute.
Jetzt habe ich etwas Zeit um nach einem weiteren "alten Fehler" zu suchen:
Teufelchen (NF1-Vorface) springt bei bestimmten "Wärmezustand" im Benzinbetrieb nicht an. Bei LPG-Betrieb (BRC-Venturi) aber immer....
Wenn der Motor warm/heiß ist und nur kurz aus war, springt er auch unter Benzin gleich an. Wenn er etwas länger steht...vielleicht mehr als 5 bis 10 Minuten, dann startet er unter Benzinbetrieb nicht mehr. Unter LPG dann aber doch.... Kalter Motor (Benzinbetrieb) springt sofort an.
Die ESV hatte ich geprüft und konnte kein Nachtröpfeln, oder Ungleichmäßigkeit bei Spritzbild und Fördermengen feststellen. Ich glaube auch nicht, dass der Motor absäuft, denn auch mit Vollgas kommt keine Zündung.
Wie soll ich weiter vorgehen, bzw. suchen?
Kaltstart ist kein Problem.
Danke und Gruß
Werner

Re: Seltsames Startverhalten

Verfasst: 11.03.2019, 22:54
von Fussel
Hallo Werner,

kann es sein, dass Du Luftblasen beim Fördern des warmen Kraftstoffes im System hast?
Wie hast Du das Spritzbild geprüft? Passt das auch im warmen Zustand, wenn er nicht anspringt? Oder hattest Du das nur kontrolliert, wenn er kalt ist und anspringt?

Probleme mit der Zündung kannst Du ja ausschließen, würde ich mal sagen.

Quattrogetriebene Grüße, Fussel

Re: Seltsames Startverhalten

Verfasst: 12.03.2019, 09:24
von hinki
Danke schon mal...

die Messung war bei kaltem Motor...bis die Vorbereitungen fertig sind ist eh alles wieder kalt...

Was mir noch auffällt ist, dass der Leerlauf ab und zu etwas zu hoch ist. Nicht immer. Auch bei LPG-Betrieb. Dann dreht die Kurbelwelle mit ca. 1300 UpM. Das aber auch immer nur bei warmem Motor. Kommt mir vor, als würde was "hängen/klemmen". Könnte das LRV sein.... muss ich mal guggen.

Danke schon mal und Gruß

Werner

Re: Seltsames Startverhalten

Verfasst: 08.08.2019, 11:37
von hinki
Hallo!
Keine weiteren Ideen?

Re: Seltsames Startverhalten

Verfasst: 08.08.2019, 12:23
von Audi_44Q
Wie schaut es denn mit dem (ich hoffe bei der Pumpe trifft es zu und die Bezeichnung des Teils ist richtig) Druckspeicher an der Pumpe aus? Der speichert doch wenn der Motor ausgemacht wird.
Falls er den Druck nicht mehr hält, muss man eben länger orgeln bis das Benzin wieder vorne ist. Dann müsste es aber bei kaltem Motor genauso sein. Eventuell wird bei kaltem Motor mehr Sprit und schneller nach vorne befördert als bei warmem Motor.

Seltsames Startverhalten

Verfasst: 08.08.2019, 17:52
von Fussel
Kurzer Gedankenblitz: ein warmer Motor kann zu Dampfblasenbildung führen...

Ein nicht ganz schließendes Kaltstartventil fällt mir beim erhöhten Leerlauf noch ein...

Ob's der Lösungsfindung dienlich ist, überlasse ich jetzt Euch ;-)

Quattrogetriebene Grüße,
Fussel

PS: kleine Anekdote aus der Firmengeschichte vom heutigen Mittagstisch - immer wenn ein Kollege ein Vanilleeis kauft, springt der Motor seines Autos schlecht an. Manchmal kauft er dagegen Schokoeis, da springt der Motor gleich wieder an. Nun fragte er, wie denn das Auto herausfindet, was er für Eis kauft...?
Schlussendlich kam dann heraus: wenn er Schokoeis kauft, ist er viel schneller wieder am Auto. Kauft er dagegen Vanilleeis, muss er weiter durch den Laden und der Einkauf dauert länger. Manchmal ist die richtige Schlussfolgerung viel wert und hilft bei der Problemlösung.

Re: Seltsames Startverhalten

Verfasst: 10.08.2019, 07:04
von hinki
Das Kaltstartventil ist verdächtig....nächste Woche gugge ich mal... danke!

Re: Seltsames Startverhalten

Verfasst: 24.09.2019, 08:00
von hinki
So, Kaltstartventil ausgetauscht...keine Besserung...könnte es eine verbogene Stauscheibe sein (hatte mal Backfire)…???
Noch Ideen?
Danke und Gruß
Werner

Re: Seltsames Startverhalten

Verfasst: 24.09.2019, 23:24
von Manuel79
Hallo Werner,

du solltest den Haltedruck einmal überprüfen.

Gruß
Manuel

Re: Seltsames Startverhalten

Verfasst: 25.09.2019, 11:33
von hinki
ja, wie?

Zwischenzeitlich habe ich den kompletten Mengenteiler ausgetauscht. Jetzt läuft er unter LPG fast wieder normal, allerdings im Benzinbetrieb springt er nicht an und beim Fahrbetrieb nach dem Umschalten auf Benzin läuft er unwillig. Mein Verdacht ist mangelnder Kraftstoffdruck. Messgerät bekomme ich evtl. heute noch. Wo schließe ich da an? "Vor" dem Druckregler, also direkt an der Zuleitung? Oder oben am MT an dem verschlossenen seitlichen Anschluss? Welche Werte sollten dabei gemessen werden?
Danke und Gruß
Werner

Re: Seltsames Startverhalten

Verfasst: 25.09.2019, 19:08
von hinki
8,5 bar direkt vor dem Filter, also direkt von de Pumpe. An den ESVen kommt nichts, an der Verschraubung KSV kommt Sprit....aber springt nicht an...kein Zucken, nichts....
Ich weiß nicht mehr weiter....HILFE

Re: Seltsames Startverhalten

Verfasst: 26.09.2019, 09:09
von hinki
Brauche dringend weitere Hilfe!

Die ESV hatte ich schon vor einiger Zeit geprüft und Spritzbild und Fördermengen waren ok.
Jetzt scheint vielleicht nur noch das Kaltstartventil (bei kaltem Motor natürlich) Benzin beim Start zu fördern. Deshalb springt er auch im Kaltstart mit Benzin kurz an, stirbt aber gleich wieder ab... Von den Einspritzdüsen kommt dann vermutlich nichts.
Während der Fahrt kann ich auf Benzin umschalten, dann läuft er wiederwillig und unrund. Kein Leerlauf. trotzdem muss dann ja irgendwie Benzin zu den Düsen kommen, sonst würde er ja gar nicht laufen....
Deshalb schließe ich Zündungsfehler aus, da er ja auch mit LPG sauber läuft....
Habe gestern auch mal auf Verdacht das Leerlaufregelventil ausgetauscht.... ohne Erfolg.
Wo kann jetzt noch ein Fehler stecken??? Sprit kommt am MT mit 8,5 bar an. MT mit Druckregler, Drucksteller usw. wurde ausgetauscht. Dass zwei MT den gleichen Fehler haben, glaube ich nicht....
Habe auch mal die LPG-Anlage vorübergehend stillgelegt (Sicherung raus)….ohne Erfolg.
Drucksteller habe ich noch einige im Fundus, leider keine passenden Motorsteuergeräte (nur Nachface), oder kann man den Fehler dort sowieso ausschließen?
Könnte das Kraftstoffpumpen-Relais schuld sein? Habe leider da auch keinen Ersatz...
Der Fehler sieht ja irgendwie nach Unterdruckleck aus. Ich finde aber keines....
Ich bin ehrlich gesagt mit meinem Latein am Ende.
Was kann ich noch machen?
Danke und Gruß
Werner

Re: Seltsames Startverhalten

Verfasst: 26.09.2019, 12:41
von tschortschoquattro
Ahoi Hinki,

ich habe eine ähnliche Problematik nur K-Jetronic nicht KE. Aber auch wiederholt.
Im Sommer oder nach Autobahnabschnitten, wenn ich dann mit Benzin starte, braucht er 10 sec bis er auf allen fünfen läuft.
Das geht schon seit Jahren und der neue Druckspeicher hat keine Abhilfe gebracht.
Ich habe die Leitungen zu den Düsen noch unter Verdacht. Aber die gibts für meinen gerade mal nicht...

Hast du den Benzinfilter mal gewechselt?
Ist der gewechselte Mengenteiler i.O.
Ist der Drosselklappenschalter i.O.
Was macht die Schubabschaltung?

Aktuell hat auch meiner keinen Leerlauf. HAb schon alles mögliche ausgetauscht und fahre momentan mit "statischen" Luftspalt, damit sich die Falschluft vom Bypass/ LRV in Grenzen hält (auch im Gasbetrieb!) und trotzdem irgendwie Standgasdrehzahl möglich ist.
WEnn ich der Sache auf den Grund gekommen bin werd ichs mal psoten...

Erstmal noch viel Glück beim Finden!
Gruß
jOeRch

Re: Seltsames Startverhalten

Verfasst: 26.09.2019, 13:20
von hinki
Die Leitungen zu den Düsen sind es eher nicht, denn Spritzbild und Fördermenge der ESV war ok.
Ich versuche mal alle "Sensoren und Geber" abzuklemmen und dann eine Art "K-Jetronik" zu kreieren.
Danach melde ich mich wieder

Re: Seltsames Startverhalten

Verfasst: 27.09.2019, 07:04
von hinki
Moin.
Gestern habe ich wie mit Helmut besprochen aus der KE3 eine K-Jetronic frankensteinisiert in dem ich alle zugänglichen Stecker der Sensoren für Kühlwassertemperatur (am Stutzen), Leerlaufregelventil (Zusatzluftschieber), Lambdasonde, Druckregler (vorn am MT) und Kaltstartventil abgezogen hatte. An den Stecker am Mengenteilerpoti (der jetzt auch verdächtig ist) kam ich erstmal nicht ran.
Danach ist der Motor auch im Benzinbetrieb angesprungen! Allerdings ohne Leerlauf und nur mit beherztem Gaspedaleinsatz blieb er am Laufen. Jedenfalls ist er jetzt wieder mit Benzin angesprungen und lief...wenn auch unwillig, unrund und etwas stotternd. Das Gemisch scheint in der Zusammensetzung "jenseits von Gut und Böse"....

Danach habe ich dann stumpf in sinnloser Reihenfolge die Stecker nacheinander wieder aufgesteckt. Das Startverhalten änderte sich (springt nicht an) nur beim Anschließen des Temperatursensors am Wasserstutzen (der Zweipolige).
Also den mal weg gelassen und der Motor springt wenigstens an wie vor beschrieben. Mit Gasbetrieb weiterhin alles ok.

Jetzt überlege ich, wie ich weiter vorgehen soll. Erstmal habe ich den Sensor neu von Bosch (30 €) bestellt, gugge aber mal nach einem originalen im Fundus. Heute schaut auch ein Gasumrüster (hier in der Nähe) mal grob drüber, ob da was an der Gasanlage auffällig ist. Und der misst mir auch den Systemdruck am MT (Ausgang Kaltstartventilleitung).

Danach werde ich mal den Fehlerspeicher der SG ausblinken und die Stellglieddiagnose machen.

Außerdem habe ich mir gestern noch mal die ausgebaute Stauscheibe aus dem vorher eingebauten und auf Verdacht auf Backfire ausgetauschten MT genau angesehen. Die Scheibe ist ganz leicht gewölbt, also fast noch flach. Soooo schlimm sieht das nicht aus (Bilder folgen). Jetzt überlege ich, von einem Spender-MT (defektes Poti) eine plane Scheibe einzubauen, oder die vorhandene so gut es geht zu richten (wenn das überhaupt geht). Dann könnte ich den vorherigen MT mit dem funktionierenden Poti wieder zurückbauen.

Zumal nach der jetzt vorliegenden "Diagnose" der Fehler bestimmt nicht am MT liegt, außer dem Poti, sondern wohl eher elektrischer Natur ist, oder an der Drosselklappeneinstellung, bzw. deren Schaltern stimmt was nicht.

Soll ich den Test auch mal mit abgezogenem "Poti-Stecker" versuchen?

Kommt da noch jemand mit? Ich hoffe doch sehr, denn ich brauche dringend Unterstützung!!!

Bitte lasst mich nicht hängen, danke!

Gruß Werner

Re: Seltsames Startverhalten

Verfasst: 27.09.2019, 17:54
von hinki
Habe den alten Mengenteiler mit funktinierendem Poti und gerichteter Stauscheibe wieder eingebaut, den alten Temperatur-Sensor eingebaut, die Drosselklappe ausgebaut, gereinigt und beide Drosselklappen-Schalter ausgetauscht und noch Benzinfilter erneuert.....
Start: LÄUFT!
Leerlauf sägt noch etwas, ansonsten runder Lauf und volle Leistung. Fehlt noch eine ordentliche Grundeinstellung, wenn der neue Sensor da ist. Vielleicht auch noch irgendwo Falschluft, vermutlich innen, denn eine Luftklappe der Klima zickt. Vorerst bin ich aber sehr zufrieden.
Danke und Gruß
Werner

Re: Seltsames Startverhalten

Verfasst: 28.09.2019, 17:43
von hinki
Bei der Stellglieddiagnose wird das Leerlaufregelventil nich angesteuert. Was nun? Austauschen?
Danke und Gruß
Werner

Re: Seltsames Startverhalten

Verfasst: 28.09.2019, 18:27
von André
hinki hat geschrieben:Bei der Stellglieddiagnose wird das Leerlaufregelventil nich angesteuert.
Werden die anderen Stellglieder denn bei der Diagnose alle korrekt angesteuert ?

Du hast ja meine ich die alte Version, vibriert die nicht im Betrieb? Falls ja, spürst Du bei laufendem Motor, dass das LLRV irgendwas tut?
(ggf. würde ich auch versuchen, wenn unsicher, mal n Schlauch abzunehmen, um zu sehen, ob es arbeitet; testweise)
Falls Du ein sicher funktionierendes LLRV als Ersatz da hast, kannst Du das natürlich mal einbauen; in der Tendenz würde ich aber erstmal eher die Kabel für verdächtig halten, evtl. das SG.

Haben beide SGs beim Fehlerspeicherauslesen denn 4444 gemeldet, natürlich bei laufendem Motor nach einer ausführlichen Probefahrt ?

Ciao
André

Re: Seltsames Startverhalten

Verfasst: 28.09.2019, 19:54
von StefanS
Hallo Hinki,
lese den Beitrag leider erst jetzt.
Ich hatte exakt das gleiche Verhalten an meinem Cabrio (NG-Motor).
Es hat etwas gedauert und endete damit, dass ich mit dem Abschleppwagen die Heimfahrt antreten musste.

Vorgeschichte: Ich hatte das Cabrio seinerzeit mit defektem Krümmer, defektem Hosenrohr, noch originaler Lambdasonde und porösen Unterdruckschläuchen erworben.

Also vorbildlich ALLES ersetzt was irgendwie nicht gut aussah... komplett neuer Krümmer, neues Hosenrohr, neue Lambdasonde, neuer Temperaturfühler, neue Einspritzventile und neue Unterdruckverschlauchung incl. neuer Ventildeckeldichtung.

Motor wieder leise und laufruhig. Allerdings sprang er je nach Temperatur einfach nicht an. Kalt ging, aber sobald er Temperatur bekam - NIX mehr.

Musste dann Haube öffnen und Temperaturgeber abstecken - dann startete er.
Blieb der Stecker aber komplett ab, startete er kalt nicht mehr...

Die Auflösung:
Durch meine ganzen Erneuerungen lief der Motor jetzt so mager, dass er nur mit Kaltstarteinspritzventil genug Kraftstoff bekam. Nachdem der CO (Druckstellerstrom) eingestellt war, war der Spuk vorbei.

Gruß Stefan