Schrauben Tankschutzblech ausbohren

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Schrauben Tankschutzblech ausbohren

Beitragvon Supergünnsen » 18.02.2019, 02:18

Hallo zusammen!

Da die Handbremsseile bei meinem Avant quattro verrostet sind, muss ich sie tauschen. Dafür muss aber allerhand verrostetes aus dem Weg gebaut werden.
Beim Versuch die hinteren M8 Schrauben des Tankschutzblechs zu lösen sind die Köpfe sofort rund gedreht.
Die Köpfe waren so weich, dass da nichts geholfen hat. Vor allem kommt man an der Stelle echt schlecht dran, z.B. um einen anderen Ringschlüssel aufzuschlagen. Stecknüsse oder die 1/2" Knarre passen da eh nicht rein...
Ich habe die Köpfe jetzt runter geflext/gedrehmelt und wenigstens das Blech aus dem Weg bekommen.
Da es an der Stelle aber trotzdem so verdammt eng und verwinkelt ist, komme ich weder mit der flexiblen Drehmel-Welle, geschweige denn mit einer Bohrmachine sauber an die Schraubenreste, um sie auszubohren/auszudrehen.
Denn da sind ja noch der Tank und das Halterohr vom Handbremszug (das am Diff angeschraubt ist) im Weg.

Habt ihr Ideen mit welchem Werkzeug ich sauber an die Schrauben dran kommen könnte? Oder muss ich den Tank und das Halterohr auch noch raus bauen?

Danke und Grüße!
Gunnar
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Re: Schrauben Tankschutzblech ausbohren

Beitragvon Fussel » 18.02.2019, 09:00

Servus Gunnar,

kannst Du mal ein Photo vom aktuellen Stand Deiner Flexaktion einstellen?

Quattrogetriebene Grüße, Fussel
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Re: Schrauben Tankschutzblech ausbohren

Beitragvon Supergünnsen » 18.02.2019, 17:10

Heute Abend kann ich welche machen...
Dateianhänge
DSC_0816.JPG
Hier sieht man recht gut wie wenig Platz in x-Richtung zum Tank ist
DSC_0813.JPG
über der Schraube vom Längslenker...
DSC_0811.JPG
kein Platz zum Diff und zur Bremsseilhalterung
DSC_0809.JPG
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Re: Schrauben Tankschutzblech ausbohren

Beitragvon Fussel » 19.02.2019, 13:12

Hallo Gunnar,

der eine Halter ist ja an der Verschraubung des Hinterachsträger mit dem Dreieckslenker mit angeschraubt. Diese Verschraubung würde ich erstmal lösen: da kommt man von unten recht gut hin. Dann hast Du das Zwischen-Bleche erstmal in der Hand und kannst dan Schraubenrest in aller Ruhe an Schraubstock entfernen. Zur Not musst Du ein neues Blech anfertigen.

Als ich die Schrauben bei mir im Zuge der Fahrwerksrevision öffnen musste, hab ich mit viel Wärme gearbeitet. Da ließ sich einiges recht gut lösen.

Beim zweiten Halter sieht es schon kniffliger aus. Der war bei meinem 100er Sport Quattro auch festgeschraubt und nicht wie auf Deinen Bildern verschweißt. Denn das Verbindungsblech fehlt mir jetzt beim Zusammenbau...

Wenn Du den angeschweißten Halter verbiegst, dass Du zum Ausbohren besser hinkommst, wird er wahrscheinlich an der Biegestelle sehr schnell brechen. Aber eine andere Idee außer ausbohren hab ich auch nicht. Es sei denn, die flext den oberen Teil des Halters mit der Rest-Schraube ab. Bohrst im verbleibenden Teil ein Loch und setzt dann - ähnlich wie dies bei der Verschraubung des Dreieckslenkers gemacht wurde - ein Zwischenblech ein. Das ist zwar nicht die sauberste Lösung, aber wahrscheinlich die stressfreieste...

Zumindest, wenn Du nicht weiter Teil für Teil zerpflücken willst. Sonst geht es Dir wie mir, und aus neuen Bremsen und den richtigen Sport-Federn mit Dämpfern wird dann eine Teil-Restauration aller Fahrwerkskomponenten...

Quattrogetriebene Grüße, Fussel
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Re: Schrauben Tankschutzblech ausbohren

Beitragvon Michael turbo sport » 19.02.2019, 15:12

Ich würde mir zuerst darüber gedanken machen, ob evtl. demnächst die Hinterachse zum überholen ansetzt...


Gruss,
Michael
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Re: Schrauben Tankschutzblech ausbohren

Beitragvon Supergünnsen » 19.02.2019, 15:58

Ja, zuerst hab ich mir auch überlegt, den geschweißten Halter einfach abzuschneiden und einen neuen zu machen. Aber entweder die Zwischenlösung mit Zwischenblech wie du beschreibst, oder zum sauber Einschweißen dann die ganze Achse raus. Wenn die dann schon mal draußen wäre...

So langsam drängt es sich auch mir auf, dass die gesamte HA dran ist.
Wie auf den Bildern zu sehen, ist Rost ja allgemein mehr als genug vorhanden, das Diffi sifft am RW-Dichtring rechts, das hintere Gleichlaufgelenk der Kardanwelle hat das nervige Lastschlagen. Hab ich den Rost schon erwähnt? :müde22:

Hat jemand in IN oder Umgebung eine Bühne und ein paar Tage keine Projekte zu erledigen, die ich damit stören würde? :D

Grüße!
Gunnar
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Re: Schrauben Tankschutzblech ausbohren

Beitragvon Ro80-Fahrer » 19.02.2019, 19:26

Ich empfehle Dir auch, bau die HA samt Diff aus, richt einmal alles komplett, dann hast wieder Ruhe! Die Schraubenreste kannst vielleicht raus bekommen indem man mit Wärme arbeitet. Achse würde ich strahlen und pulvern lassen ebenso den Tankunterschutz.

Wenn ich die Bilder so sehe bin ich froh, dass ich mittlerweile keinen Allrad mehr habe. Bei mir war der durchgerostete Tank das Todesurteil für den Quattro. Den Tank schweißen hätte ich mir schon noch zu getraut, aber dazu hätte die gesamte gammlige Achse raus müssen. Da waren die Achsverschraubungen bis zur Unkenntlichkeit vergammelt und in Anbetracht des allgemein schlechten Zustandes von dem Wagen hab ich mich dann für schlachten entschieden bzw. übergangsweise den Tank mit Flüssigmetall gekittet und zur sicherheit noch ne Lage Glasfasermatte drüber. Hielt dann noch bis zum TÜV und dann kam mein Fronti.

Im übrigen hab ich mit dem Messer-Grießheim-Schraubenschlüssel (Autogen-Schweißbrenner) bisher die besten Erfahrungen gemacht. Da ich kürzlich an Vaters Avant den kompletten Antrieb draußen hatte und da die Schrauben auch total vergammelt waren ging das mit dem Brenner super. Insbesondere die Muttern am Krümmer!!!

viel Erfolg!!!
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Re: Schrauben Tankschutzblech ausbohren

Beitragvon Michael turbo sport » 19.02.2019, 19:40

Insbesondere das meinte ich...

DSC_0813.JPG
DSC_0811.JPG

Wenn es meiner wäre, würde mich diese Stelle doch ein bisschen nervös machen. Alles abkratzen und darunter nachschauen.


Gruss,
Michael
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Re: Schrauben Tankschutzblech ausbohren

Beitragvon Fussel » 19.02.2019, 20:18

Hallo zus@mmen,

als ich die Bilder gesehen habe, war mein erster Gedanke auch eher weniger an den noch verbliebenden Schraubenrest in den beiden Haltern, sondern vielmehr an den Rost. Mein Quattro sah erstmal nicht so schlimm aus, bis ich dann die Winterräder montiert hatte und die Bremsscheiben das erste Mal gesehen habe. :shock: Als ich dann in meiner Halle drunter lag und mich umgeschaut hatte, habe ich mich dazu entschieden klar Schiff zu machen. Irgendwie sah das bei der Besichtigung beim Kauf einige Monate zurvor garnicht so schlimm aus - zumindest war das in meinen Erinnerungen so. Nur ist das ganze halt mal eben keine Arbeit von einer Woche und vorallem auch nicht mit ein paar Euros getan. Mir standen glücklicherweise zweimal ein Kumpel sowie für mehrere Tage mein Papa als Schrauberunterstützung zur Seite. Denn es braucht bei so einer ungeplanten Hauruck-Aktion nicht nur handwerkliche Hilfe - die Teile können verdammt schwer sein - sondern auch mal das eine oder andere gegenseitige aufmunternde Wort. Oder aber beim Zerlegen bzw Zusammenbau die eine oder andere gegenseitige Idee, wenn das Projekt ins Stocken kommt.

Denn die Frage ist bei mir dann immer: wo fängt man an und wo hört man auf? Ich hab, bis auf die VA- und HA Träger, alle Fahrwerksteile ausgebaut: dann ab zum Strahlen und pulverbschichten. Alle fahrwerksrelevanten Lager sind getauscht, sowie Bremse vorne und hinten, samt Leitungen. Das Auto stand gute 3 Monate auf der Bühne. Ein Dank auch an Oli, der mich noch tatkräftig mit Teilen und auch Infos zum Sport telefonisch unterstützt hat. Sonst hätte das mal eben so nebenbei noch länger gedauert. Da muss aber jeder eigenverantwortlich für sich selbst entscheiden, was nötig ist und was man sich vorallem auch zutraut: zeitlich, technisch und monitär.

Bei den ganzen Fahrwerksschrauben habe ich aus dem Baumarkt einen Gasbrenner mit Kartusche gekauft. Bis auf die Verschraubungen an der Abgasanlage habe ich damit alle auf bekommen. Die gammeligen Schrauben am Kat hab ich dann mit etwas Ausdauer und einer kleinen Säge aufgesägt.

@Gunnar: Ingolstadt wäre nicht allzuweit entfernt, allerdings bin ich nicht alleine in meiner Schrauberhalle. Und Hallenfremde Fahrzeuge dürfen bei uns nicht auf die Hebebühne, da gab es schonmal Ärger und Stunk von den Werkstätten in der Nachbarschaft. Leider bin ich auch projekt-technisch selbst Land unter, dass ich Dir keine Schrauberunterstützung anbieten kann. Mein Sandstrahler und Pulverbeschichter ist leider mit einem Riss im Sprunggelenk außer Gefecht gesetzt, sonst hätte ich Dir eine sehr gute Adresse empfehlen können. Einen frisch gepulverten Hinterachsträger vom Quattro Sport habe ich allerdings noch bei mir liegen.

Ich wünsche Dir viel Erfolg!

Quattrogetriebene Grüße, Fussel


PS:
Michael turbo sport hat geschrieben:Insbesondere das meinte ich...
DSC_0813.JPG
DSC_0811.JPG

Wenn es meiner wäre, würde mich diese Stelle doch ein bisschen nervös machen. Alles abkratzen und darunter nachschauen.

Da hätte ich weniger bedenken, das Metall ist dicker als man(n) denkt und hält einiges aus. Viel mehr Gedanken würde ich mir am Tankboden machen... Aber da hat so jeder seine Punkte...
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Re: Schrauben Tankschutzblech ausbohren

Beitragvon Supergünnsen » 20.02.2019, 14:01

Hallo Leute,

ja, so ging es mir auch. Also bezüglich der Bewertung des Unterboden/Fahrwerkzustandes meiner Neuanschaffung. Im Kaufmoment sah der besser aus als jetzt.
Mit "mal eben dies und das an der HA machen" habe ich bei meinem 124er auch schon mal einen kompletten Sommerurlaub in 16h-Schichten und einige Tausender versenkt. Daraus wurde dann eine komplette Sanierung des hinteren Unterbodens, HA-Aufnahmen schweißen, kompletter Neuaufbau HA, Federn rundrum (weil mir eine vordere Feder während der Hangtime auf der Bühne gebrochen und um die Ohren geflogen ist, das war krass!), Radhäuser vorne schweißen/kleben, Hydrospeicher neu, Leitungen neu, Radlager hinten (aus Dummheit 2x!) neu, Bremsen rundrum mit Ankerblechen... Das Ergebnis war dann allerdings auch sehr schön... :D
Mein Plan wäre daher, mir eine zweite quattro HA komplett neu aufzubauen und dann in der berühmten Hauruck-Aktion zu tauschen.
Das auch beim vermeintlichen Plug & Play-Tausch einiges in die Hose gehen kann sehe ich ja gerade schon bei den ver*****en Schrauben.

@Fussel: Auf das Angebot mit dem frisch gepulverten HA-Träger würde ich dann gerne zurück kommen.

@Michael: Die Stelle sieht wirklich nicht so schlimm aus wie es auf den Fotos rüber kommt. Das Rot leuchtet da schon sehr fies. Der Tank macht mir dann auch mehr Sorgen.
Einen frisch gekauften Avant quattro turbo Sport deswegen zu schlachten ist allerdings für mich keine Option...

Grüße!
Gunnar
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Re: Schrauben Tankschutzblech ausbohren

Beitragvon Fussel » 20.02.2019, 16:40

Hi Gunnar,

eine zweite Hinterachse zu revidieren und dann an einen Tag zu tauschen klingt verlockend. Bis Du aber HA-Träger und Dreieckslenker uns Radlagergehäuse sowie Kleinkram zusammen gekauft hast, bist Du auch gutes Geld und einiges an Zeit los.
Ich hatte meinen Sandstrahler und Pulverbeschichter vorgewarnt, dass ich komme und dann ging es relativ flott.

Mein Problem war nur, dass ich das zum Jahresende über Weihnachten gemacht habe. Da freut sich jeder auf Arbeit und einige hatten auch Betriebsurlaub. Das hatte alles verzögert, noch dazu da ich dann schlussendlich doch mehr gehabt habe, als anfangs geplant.

An Deiner Stelle würde ich das mit einem Sandstrahler und Beschichter abklären und die notwendigen Ersatz-Teile im Vorfeld kaufen: während die Fahrzeug'Teile dann in Bearbeitung sind, kannst Du Dich um Unterboden und Bremse kümmern.
Dann weißt Du auch, dass die Teile in Ordnung sind. Versandkosten sind bei der Größe der Teile ja auch noch ohne.

Bei mir hätte das recht gut geklappt, wenn eben Weihnachten und Neujahr nicht dazwischen gelegen hätte.

Quattrogetriebene Grüße, Fussel
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Re: Schrauben Tankschutzblech ausbohren

Beitragvon Ro80-Fahrer » 22.02.2019, 11:49

Bez. der Achse:

Kauf Dir die Achsteile zusammen (klar ist man da auch einiges an Geld los), mach die Lager raus und lass dann die gesamte Hinterachse strahlen und pulvern. In der Zeit kümmerst Du Dich um Tank und Unterboden und um die (mit Sicherheit) gammligen Schrauben die die Hinterachse am Unterboden halten. Nimm wenn garnichts anderes mehr geht den Schweißbrenner und glüh die Muttern auf. Wenn garnix mehr geht ist das oft die letzte Rettung. Mehr als ein dutzend Mal schon erlebt!
Ich hab damals, als ich mein Wankel-Flaggschiff aus Neckarsulm restauriert habe die HA rausgenommen, zerlegt und dann zum strahlen und pulvern gebracht. So stand die Kiste mehrere Wochen auf Unterstellböcken in der engen Garage und ich war gehandicapt bei der Ausführung weiterer Arbeiten am Fahrzeug. Heute würde ich auch so vorgehen: Ersatzachse richten und dann alte raus und neue rein, fertig! Aber der Anblick der frisch gepulverten Teile war einfach nur Geil und erfreut auch heute noch jeden Prüfingenieur der unter den Wagen schaut! Typ 44 werden ja nach wie vor noch genügend geschlachtet. Dementsprechend sollte sich doch eine gebrauchte HA relativ einfach auftreiben lassen! Kannst Dir ja gleich überlegen ob Du nicht gleich Teile vom V8 nimmst. Die hatten an der HA noch einen Stabi drin. Ich meine wenn man schonmal dran ist.......

Im Normalfall muss man beim Typ 44 ja keine Angst haben, dass irgendwelche Federaufnahmen der Karosse weggegammelt sind wie z.B. beim Daimler (baulich schon nicht und auch von der Verzinkung her).

Ich kenne das Gefühl, wenn einem die gespannte Feder um die Ohren fliegt. Da heißt's "Rette sich wer kann!" und so schnell wie möglich in Deckung! Ich hab einen Heidenrespekt vor solchen Dingen, eben weil sich auch schon 2x eine Feder verabschiedet hat während ich am arbeiten war...! Drum lass ich Federn auch nie gespannt im Federspanner drin sondern entspanne die direkt nach dem Ausbau wieder, weil mir die Gefahr zu groß erscheint. Gebrenntes Kind eben....
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Re: Schrauben Tankschutzblech ausbohren

Beitragvon Supergünnsen » 22.02.2019, 13:15

Hallo R80-Fahrer,

ja, genau das sehe ich auch, wenn ich nicht die Achse am Stück tausche. Ich habe einfach nicht genug Platz und eine andere wichtige Baustelle, um den Sporti Wochen (oder schnell auch mal Monate) lang in der Garage im Weg stehen zu haben.
Eine V8 HA würde ich nur nehmen, wenn zufällig preiswert eine verfügbar ist. Ich wüsste jetzt nicht warum ich einen Stabi hinten vermissen sollte. Da ist mir Fahrkomfort und originales Ein- und Eigenlenkverhalten wichtiger als weniger Wanken. Der untersteuert mir so schon genug. Vor allem mag ich eine sanfte HA, das Bocken durch den Stabi bei einseitiger Anregung mag ich überhaupt nicht. Das zentrale Torsen würde mich allerdings sehr reizen. Oh, vom Thema abgekommen... :D

Für die Schrauben und Muttern habe ich mir das Blaue Wunder besorgt. Ein Bekannter schwört darauf. Konnte bisher aber noch nichts retten damit. Wenn dir die Schraubenköpfe einfach wegbröseln nützt dir auch die Papierschicht zwischen Schraube und Gewinde nichts...
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Re: Schrauben Tankschutzblech ausbohren

Beitragvon Fussel » 22.02.2019, 17:32

Hi Gunnar,

was verstehst Du unter dem blauen Wunder?

Wenn Du eine zweite Achse kaufst, kannst Du diese im Nachgang auch richten uns wieder verkaufen. So kommst Du wieder an Dein Geld. Und Bedarf ist denke ich vorhanden.

Ich hatte hinten alle Schrauben aufbekommen. Ein etwas komisches Gefühl hatte ich beim Demontieren des Dreieckslenkers, da hier die Schrauben im Inneren in einer Mutter verschraubt wird. Da hilft weder Rostlöser noch Hitze. Ich hab den Dreieckslenker dann erstmal vom Auto gelöst und die Schrauben an der Werkbank Umdrehung für Umdrehung mit lautem Knarzgeräuschen heraus bekommen.

Etwas Bedenken hatte Schrauber-Kollegen beim Anblick der Muttern am Hinterachs-Träger: hier wird der Träger an Stehbolzen der Karosserie verschraubt. Daher hatte ich das dann letztes Jahr sein lassen. Mein Diff war soweit auch trocken.

Die frisch gepulverten Teile sind der Youngtimer-Werkstatt für TÜV und Klimaarbeiten direkt beim Abladen von Anhänger aufgefallen.

Quattrogetriebene Grüße, Fussel
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Re: Schrauben Tankschutzblech ausbohren

Beitragvon Supergünnsen » 25.02.2019, 18:50

@Fussel: Darf ich hier Werbung machen?
Fire Drop "Das Blaue Wunder", gibt's z.B. bei Stahl Gruber. Ist ein Rostlöser, der als "Gleitpapier" zwischen die Bauteile kriecht.
Habe noch keine konkreten Ergebnisse, bei denen ich sagen könnte: "Das hat mit x oder y nicht funktioniert und dann ging es mit dem Zeug easy auf.
Habe mich am WE mal mit dem Schlagschrauber an die Schrauben gewagt. Und siehe da: Alle, an die ich ran kam und für die ich Schlagnüsse hatte gingen auch auf! :}

Aber sagt mal, sind die 23er Schraubenköpfe oben vom HA-Träger zum Unterboden und am Radträger normal? Hazet hat nämlich vorsichtshalber nicht mal eine kurze 23er SZ-Schlagnuss im Programm...

Eine komplette Achse zum Aufarbeiten ist inzwischen auf dem Weg zu mir. War zum fairen Preis zu bekommen. Kann mir jemand einen guten und günstigen Sandstrahler/Beschichter in der Nähe von Ingolstadt empfehlen (der nicht gerade für länger Zeit verletzt ist)? Ja ich weiß, das klingt paradox...

Danke und Grüße!
Gunnar
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Re: Schrauben Tankschutzblech ausbohren

Beitragvon SI0WR1D3R » 25.02.2019, 22:59

So schlimm ist die Hinterachse noch gar nicht... Da gibts weitaus schlimmere, vor allem hier im Bayr. Wald.

@ Michael: Die gezeigte Stelle ist nur die Kante vom abstehenden Unterbodenschutz/Versiegelung.

@ TE:

Fahr den Wagen einfach, bis das MAterial da durch ist, ist erstmal der Tank das nächste Übel.

Meine Empfehlung: Einen Hinterachsträger holen, diesen dann strahlen und herrichten, ebenso Querlenker. Dann die LAger einmal erneuern und komplett tauschen.
So bleibst du mobil und kannst dann nebenher die Teile schön herrichten und ggf. sogar schon im ausgebauten Zustand vorrichten beim späteren Austausch.

Greetings
Woife
MfG

Woife


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Re: Schrauben Tankschutzblech ausbohren

Beitragvon Supergünnsen » 26.02.2019, 11:10

Hallo Woife!

Ja, genau so läuft es ja gerade an. Die Achsteile sind auf dem Weg zu mir, sollen dann gestrahlt und gepulvert werden.
Kennst du einen guten und günstigen Strahler/Pulverer in maximal 100km Radius um Ingolstadt?

Strahlen könnte ich sie auch selbst, mein Backofen ist aber zu klein zum backen der gepulverten Achsteile... :D
Zur Not würde ich sie dann halt noch selbst fertanisieren, EP-füllern und schwarz lackieren.

Was haltet ihr in so einem Fall vom chemischen Entlacken und entrosten und danach KTL-Beschichten?
Gibt es sowas hier in der Gegend von Ingolstadt?

Gibt es Infos zu meiner Frage (siehe oben) nach den 23er Schrauben/Muttern an der HA?

Danke und Grüße!
Gunnar
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Re: Schrauben Tankschutzblech ausbohren

Beitragvon SI0WR1D3R » 27.02.2019, 07:54

Servus Gunnar,

mit Strahler und Lackierer kann ich Dir leider nicht weiterhelfen...es sollte aber noch andere ausm Raum IN, M, A, usw. hier vertreten sein und mit Sicherheit was wissen.

Wegen den Schlüsselweiten...was spricht dagegen, später Norm-Schrauben+Muttern zu verwenden?

Gruß
Woife
MfG

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Re: Schrauben Tankschutzblech ausbohren

Beitragvon Fussel » 27.02.2019, 11:03

Hallo Gunnar,

meld Dich mal bei Johannes. Ich habe gerade mit ihm geschrieben: er ist anders derzeit länger in der Werkstatt, da er keinen Sport machen kann. Er ist ein richtig netter Zeitgenosse, mit ihm kann man auch reden und er sagt auch ehrlich seine Meinung.

http://www.meier-oberflaechentechnik.de

Du kannst ihm ja viele Grüße von mir ausrichten, die Audi 100 Hinter- und Vorderachse kennt er ja schon ;-) die Lager hat er für mich auch ein- und ausgepresst. Das gute bei Johannes ist, dass er etwas von Zwei- und Vierrädern versteht und weiß, worauf es ankommt. Selbst restauriert er alte Motorräder und erledigt seine Arbeit mit Passion.

Du kannst ja mal Bescheid geben, wenn Du zu ihm fährst. Evtl können wir uns dort treffen. Ich bin bei ihm seit Jahren Kunde und wenn ich ihn schon früher gekannt hätte, hätte ich mir jede Menge Zeit, Geld und auch Ärger erspart!

Quattrogetriebene Grüße, Fussel


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Re: Schrauben Tankschutzblech ausbohren

Beitragvon Fussel » 27.02.2019, 11:05

PS: ruf am besten auf seiner Mobilnummer an - siehe Homepage. Er ist gerade nicht der flotteste zu Fuß auf den Weg zum Festnetz-Apparillo ;-)
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Re: Schrauben Tankschutzblech ausbohren

Beitragvon Supergünnsen » 28.02.2019, 00:16

Nabend Fussel!

Danke, werde ich machen!

@Woife: Gegen Normteile spricht überhaupt nichts. Ich finde nur verwunderlich, dass 23er SW benutzt wurden, und es dafür von (immerhin!) Hazet keine Schlagnuss gibt.
Nichts wildes also. Ich hoffe nur ich bekomme die Dinger noch irgendwie auf. Tipps genug habe ich von euch ja bekommen...

Grüße!
Gunnar
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Re: Schrauben Tankschutzblech ausbohren

Beitragvon Fussel » 20.06.2019, 15:15

Servus Gunnar,

wie schaut's bei Dir aus? Bist Du mit der Hinterachse soweit fertig geworden und zufrieden?
Hast Du Dich bei Johannes wegen Strahelen umd Beschchten gemeldet?

Machst Du die Vorderachse auch noch? Ich hätte aktuell einen VA-Träger übrig.

Quattrogetriebene Grüße, Fussel
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