Motor zickt rum

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Motor zickt rum

Beitragvon Mattzepeng » 28.01.2019, 07:42

Moin,
ich habe mir gestern meinen ersten 44er gekauft. 5-ender mit 136PS 89er Baujahr 185TKM
Bei der Probefahrt hab ich schon gemerkt, dass er bei Vollgas ein bisschen ruckelt.
Auf der Heimfahrt 250km wurde es dann immer schlimmer bis er kaum noch die Hügel hochkam. Sobald ich zu viel Gas gegeben habe, fing er an zu bocken. Habe schon überlegt umzudrehen und ihn zurückzugeben.
Dann Pinkelpause gemacht und auf einmal rannte er fast so wie er soll. Zügig auf 180 hochbeschleunigt, nur das Vollgas mag er immer noch nicht.

Er säuft zu viel. 250km und der Tank ist nicht mal mehr 1/4 voll

Hat jemand ne Idee, wo ich da als erstes schauen könnte? Eigenlich wurde technisch immer alles in Ordnung gehalten bei dem Wagen. Mein nächster Versuch wäre, so Reiniger-Additive verwenden und schauen, obs besser wird.

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Re: Motor zickt rum

Beitragvon Markus 220V » 29.01.2019, 15:19

Ist dann vermutlich ein NF. Würde zuerst mal den Fehlerspeicher checken:

http://audi100.selbst-doku.de/Main/Fehl ... enNF-Motor
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Re: Motor zickt rum

Beitragvon Mattzepeng » 08.02.2019, 17:31

Es war der Drucksteller am Mengenteiler.
Getauscht und läuft!
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Re: Motor zickt rum

Beitragvon BAUM4477 » 08.02.2019, 18:43

Mattzepeng hat geschrieben:Es war der Drucksteller am Mengenteiler.
Getauscht und läuft!


Kleine Ursache - große Wirkung. Super, dass Dein NF wieder rennt und vor allem prima, dass Du die Lösung hier im Forum mitgeteilt hast.

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Re: Motor zickt rum

Beitragvon scotty10 » 10.02.2019, 04:17

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Re: Motor zickt rum

Beitragvon Mattzepeng » 18.02.2019, 12:44

update:
Am Wochenende bin ich eine längere Strecke (500km) gefahren. Während der Fahrt schlich sich das alte Problem wieder ein.
- zu hoher Verbrauch 19-20L
- keine Leistung/ Ruckeln bei Vollgas
- Leerlauf manchmal zu hoch, manchmal ok, manchmal am sägen...
- Temperatur wandert zwischen 80 und 92°C

Sehr bemerkenswert: Das Problem wird im Laufe der Fahrt immer schlimmer. Motor kurz aus und wieder an, hat er wieder Leistung. (Steuergerät?)

Wie wahrscheinlich ist es, dass sich der Drucksteller wieder verabschiedet hat? War ja auch nur ein Gebrauchtteil.

Ich werde das jetzt mit dem Ausblinken mal in Angriff nehmen.
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Re: Motor zickt rum

Beitragvon BAUM4477 » 18.02.2019, 22:07

Hallo Mattzepeng,

das ist ja ärgerlich. Auf jeden Fall mal ausblinken. Was sich schnell testen läßt ist, ob es was mit der Lambdasonde zu tun hat.

Im Stand bei Motor aus den Stecker der LS ziehen. ( LS Heizung auch )

Dann fahren und schauen, was passiert.

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Re: Motor zickt rum

Beitragvon Mattzepeng » 18.02.2019, 22:26

ausblinken hat nur die 4444 gebracht

leidet so ne Lambdasonde eingentlich darunter, wenn man ständig zu fett fährt? Die Kerzen sind jedenfalls schwarz.
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Re: Motor zickt rum

Beitragvon kork » 18.02.2019, 22:51

Ich hätte eher Angst um den Kat bei andauernd zu fettem Gemisch schmilzt der Monolith.
Gruß Kork
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Re: Motor zickt rum

Beitragvon scotty10 » 19.02.2019, 15:08

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Re: Motor zickt rum

Beitragvon Mattzepeng » 19.02.2019, 15:15

Willkommen im Club!

Ein ganz wichtiger Punkt ist doch, dass sich über die Zeit das Problem anhäuft und durch Motorneustart resetet wird. Das klingt für mich nach Elektronik oder?

Ich habe ein preiswertes Motorsteuergerät auftreiben können, das wird auch mal getauscht. Irgendwann liegt dann ein zweites Auto im Regal.

Dass er zu fett läuft erzeugt meines Wissens doch der Drucksteller, ob als defekt oder weil er auf Grund defekter Sensoren falsche Werte bekommt, weiß man nicht.

Falschluft würde doch das Gemisch abmagern und zusätzlich den Unterdruck an der Stauscheibe verringern, also doppelt abmagern, oder?

Gruß
Mattze
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Re: Motor zickt rum

Beitragvon Ro80-Fahrer » 19.02.2019, 20:08

Vielleicht ein Denkanstoß:

Falschluft ansaugseitig würde das Gemisch abmagern und der Motor kann dann auch etwas schlechter anspringen bzw. bei zu großem Leck garnicht mehr.
Es gibt aber auch Falschluft auf der Abgasseite! Stichwort Krümmer, Krümmerdichtungen und Flanschverbindungen. Wenn der da Luft reinzieht wird die Sonde auch ein zu mageres Gemisch messen und dementsprechend das Steuergerät anfetten.

Der NF hat als Stellgröße nur den Drucksteller fürs Gemisch. Den Leerlaufsteller für den Leerlauf und mehr ist nicht, sieht man mal von der Kennfeldzündung ab die aber eigentlich nur den ZZp regelt.
Sensoren hat die KE-III, die Lambdasonde, das Stauscheibenpoti, die Drosselklappenschalter den Kühlmitteltemperatursensor, den Klopfsensor (rein für die Zündung) und den Höhenkorrektursensor (hab ich was vergessen??)

Schon mal den schwarzen Doppeltemp.-geber am Zylinderkopf abgehängt und dann geguckt was passiert?
Als nächstes die Lambdasonde abhängen. Der Motor läuft dann in seiner mechanischen Grundeinstellung. Ich bin damit sogar lange Zeit so gefahren ohne, dass der Katalysator schäden davon getragen hat, allerdings auch keine Vollgasfahrten über die Bahn sondern nur Landstraße.
Wichtig: Auch die Sondenheizung überprüfen!!! Es muss am zweipoligen Stecker der vom Steuergerät kommt 12V Spannung anliegen und die Heizung der Sonde muss Durchgang haben. Im Zweifel wenn die Sonde noch nie getauscht worden ist (wovon man meistens ausgehen kann) Sonde tauschen gegen eine NEUE! Und keine zum selbercrimpen oder sonst so'n Billibruntz kaufen sondern ne Bosch-Sonde!! Sonst baut man sich gleich den nächsten Bock ein bzw. hat nicht lange dran Freude! Verkehrt ist sowas meist nicht.

Dass der Drucksteller zweimal hintereinander defekt geht, würde ich vorerst mal ausschließen.

Steuergerät ist natürlich aufgrund des Alters auch gerne mal ein Kandidat. Da hilft denke ich aber erstmal nur probeweise austauschen.
Insbesondere guck Dir da mal die Steckkontakte an. Feuchtigkeit in dem Bereich deutet auf Wassereintritt hin (Handlungsbedarf). Hatte ich bei meinem NF auch schon (Frontscheibe undicht).

Dann gibt's da noch den Höhengeber. Den hab ich bei meinem NF in Verdacht, da ich mal nen Wassereintritt hatte und vermute, dass der falsche Messwerte liefert. Der ist eigentlich für die Gemischanpassung, da je höher man fährt (im Gebirge) die Luft dünner wird und somit das Gemisch abmagern kann bzw umgekehrt je weiter unten man ist umso fetter muss das Gemisch werden. Wenn der falsche Werte liefert kann es sein, dass das Steuergerät die Gemischanpassung zu sehr in Richtung fett verschiebt. Auch hier konkret messen mit normalen Mitteln nicht möglich, da die Barometerdose die da verbaut ist so ohne weiteres nicht geprüft werden kann. Wenn es doch ne Möglichkeit gibt, dann her mit der Info!!

Als weiterer Kandidat fällt mir noch das Stauscheibenpoti ein, welche mit zunehmender Km-Laufleistung den Geist aufgeben können. Wirklich gut messen kann man das aber nur mit einem Oszilloskop, ob die Leiterbahnen noch korrekt arbeiten.

Als erste Schritte würde ich jedoch erstmal den Doppeltempgeber abhängen, gucken ob sich was tut und wenn das nicht hilft die Sonde abstecken und schauen ob sich dann etwas ändert. Die Heizung muss nicht unbedingt abgesteckt werden.

Fehlerspeicher ausblinken ist natürlich ebenso wichtig und wurde wohl auch schon gemacht, aber VORSICHT: Der Motor sollte dazu laufen und möglichst kein Zündungswechsel erfolgt sein, denn die Fehlerspeicher bei der KE-III sind flüchtig und keine Permamentspeicher wie man es von neueren Autos kennt.

viel Erfolg!

Matthias
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Re: Motor zickt rum

Beitragvon BAUM4477 » 19.02.2019, 23:04

Mattzepeng hat geschrieben:ausblinken hat nur die 4444 gebracht

leidet so ne Lambdasonde eingentlich darunter, wenn man ständig zu fett fährt? Die Kerzen sind jedenfalls schwarz.


Auf Dauer sicher nicht gut. Wie verhält er sich denn ohne LS ? Irgendeine Veränderung ?

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Re: Motor zickt rum

Beitragvon scotty10 » 20.02.2019, 02:29

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Re: Motor zickt rum

Beitragvon scotty10 » 20.02.2019, 02:42

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Re: Motor zickt rum

Beitragvon Mattzepeng » 20.02.2019, 22:47

Na ich kämpfe an der Einspritz-Front weiter:
Heute mal Drucksteller und Lamdasonde mit dem Multimeter gemessen:
Drucksteller:
Leerlauf 10,3mA
Teillast 10,5
Schubbetrieb 63,5
Beschleunigung 8,5-10,0mA

Die Lambdasonde
Motor kalt nur Zündung an 0,55V
Teillast 0,84
Standgas 0,82
Schub 0,88
Beschleunigung 0,77V

Danch das Motorsteuergerät getauscht und nochmal Lambda gemessen, aber die selben Werte.

Im Leerlauf sollte man das Stellglied eigentlich auf 0mA einstellen, die Schraube ist bei mir komischer Weise mit Lötzinn verschlossen. Warum auch immer...
Ich interpretiere die Werte so: Die Lambdasonde funzt, mein Motor läuft zu fett. Der Drucksteller bekommt irgendwelche Werte, aber eine entsprechende Reaktion auf die Kraftstoffmenge bleibt aus. Demnach gibt es ein Problem mit dem Mengenteiler oder dem Drucksteller.

LG
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Re: Motor zickt rum

Beitragvon kork » 20.02.2019, 23:27

Die Lambdasonde lässt sich mit einem Multimeter nicht wirklich messen es sei denn du hast ein analoges Gerät oder eines mit graphischer Darstellung.
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Re: Motor zickt rum

Beitragvon BAUM4477 » 22.02.2019, 00:15

kork hat geschrieben:Die Lambdasonde lässt sich mit einem Multimeter nicht wirklich messen es sei denn du hast ein analoges Gerät oder eines mit graphischer Darstellung.


Stimmt. Und bei meinem NF sahen die Werte oberflächlich vernünftig aus - aber tatsächlich lagen die völlig neben der Spur. Heißt: Werte schwankten mit mehr und weniger Abgas - aber halt falsch und zu träge.

Ergebnis: Keine Zugkraft, verschlucken oder zu mager - aber alles sehr unspezifisch.

Ohne LS ( also bei Zündung aus abgezogen und dann gestartet ) fuhr der NF ganz normal...

VG
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Re: Motor zickt rum

Beitragvon scotty10 » 22.02.2019, 00:44

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Re: Motor zickt rum

Beitragvon André » 22.02.2019, 09:46

Mattzepeng hat geschrieben:Heute mal Drucksteller ... mit dem Multimeter gemessen:
Drucksteller:
Leerlauf 10,3mA
Teillast 10,5
Schubbetrieb 63,5
Beschleunigung 8,5-10,0mA

Im Leerlauf sollte man das Stellglied eigentlich auf 0mA einstellen, die Schraube ist bei mir komischer Weise mit Lötzinn verschlossen. Warum auch immer...
Ich interpretiere die Werte so: Die Lambdasonde funzt, mein Motor läuft zu fett. Der Drucksteller bekommt irgendwelche Werte, aber eine entsprechende Reaktion auf die Kraftstoffmenge bleibt aus. Demnach gibt es ein Problem mit dem Mengenteiler oder dem Drucksteller.


An sich scheints Du mir da in die richtige Richtung unterwegs, allerdings gibt es ein Problem : die Regelgrenze.
Der Drucksteller kann im Normalbetrieb nur zwischen + und -10 mA regeln (plus etwas Toleranz).
(im Warmlauf und Schubabschaltung geht mehr)
Deine Messwerte (unter der Annahme, dass Du das Vorzeichen beachtet hast) zeigen, dass der DS immer nahezu maximal abmagert, das Grundgemisch/Grundeinstellung ist also zu fett (Schubabschaltung ist ja komplettes abmagern auf "null Sprit").

Mir scheint hier erstmal eine richtige Grundeinstellung sinnvoll.
In vereinfachter Form kann man erstmal den DS-Strom mithilfe der "CO-Einstellschraube" auf 0 mA einstellen.
(vereinfacht vor allem, weil man eigentlich noch weitere Einstellvorraussetzungen schaffen muss)

Der Drucksteller ist m.W.n. normal als Einheit mit Mengenteiler und Potentiometer voreingestellt, vermutlich deshalb verlötet.
Anfassen tut man den wenn überhaupt nur, wenn man seine Altersschwäche nachregulieren muss, nicht zum Kaschieren anderer Einstellprobleme. FALLS Du ihn trotzdem anfassen willst, suche mal nach Beiträgen von mAARk zum Einstellen des Druckstellers.

Ciao
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Re: Motor zickt rum

Beitragvon Ro80-Fahrer » 22.02.2019, 11:18

Ähhm,

schon mal geguckt was passiert wenn die Lambdasonde abgehängt ist wie er sich da verhält? Davon stand bis jetzt nichts drin, oder hab ich es überlesen? Mit abgehängter Lambdasonde läuft die KeIII in ihrer mechanischen Grundeinstellung. Wenn hier alles passt sollte der Verbrauch deutlich zurück gehen und der Schwarzrauch ebenfalls! Tut es das nicht, stimmt hier schon gravierend etwas nicht!
Die Druckstellerstromwerte sehen nach meinem Verständnis aus, dass der Voll anfettet und nicht voll abmagert. Wenn er an die Abmagerungsgrenze gehen würde müssten da -10mA stehen! Vorausgesetzt er hat das Messgerät richtig rum angeschlossen. Bei richtig herum angeschlossenem Messgerät muss er bei Schubabschaltung -63mA anzeigen! Das ist sehr wichtig, weil man sonst falsche Werte misst und nicht weiß ob der ständig anfettet oder ständig abmagert!
Den Drucksteller kann man nachjustieren. Den würde ich aber wirklich nur als allerletztes Mittel nachstellen. Korrekturen am Drucksteller selber lassen sich nicht wieder rückgängig machen!!!! Von daher würde ich mir das zehnmal überlegen da was dran zu drehen. Auch darum hatte ich geschrieben Lambdasonde abhängen und gucken was er macht. Die Sonde kann auch "hängen" bleiben und dem Steuergerät die falschen Werte liefern!

Und mal ganz nebenbei: Wie sehen die Massepunkte des Motors aus? Ich habe vor 2 Wochen den SH-Motor (4-Zylinder) samt Getriebe vom Auto meines Vaters draußen gehabt zwecks Abdichtung und in diesem Zuge die Massekontakte an den Motor und Pluskontakte des Anlassers und Generator gereinigt. Man sollte nicht meinen welch krassen Unterschied das ausmachen kann. Der Motor läuft erheblich ruhiger und startet selbst bei Minusgraden auf den Schlag und das mit 431tkm!!!
Was ich damit sagen will: wenn es sich tatsächlich um ein elektrisches Problem handelt würde ich mir die Massepunkte des Fahrzeuges auch mal anschauen und blank machen. Schaden kann es definitiv nicht. Anschließend Polfett auf die Kontakte, man kann auch Vaseline nehmen. Das hab ich an all meinen Autos bisher auch so gemacht und seither Ruhe!

Kontakte des Stauscheibenpotis anschauen. Meine waren oxidiert und haben für die tollsten Fehlfunktionen gesorgt. Nachdem diese gereinigt waren, war das Problem weg! Das Poti wird nur mit 5 Volt angesteuert, dementsprechend fallen hier Verluste durch Übergangswiderstände viel stärker ins Gewicht als mit 12 Volt!!!

Wie alt sind die Einspritzdüsen (km-mäßig)?
Kaltstartventil auf Dichtheit überprüft?

Man kann das Stauscheibenpoti auch auf korrekte Funktion prüfen. Allerdings gestaltet sich das mit einem Oszilloskop deutlich einfacher und auch deutlicher als mit einem Multimeter. Wenn man jedoch wirklich äußerst langsam die Stauscheibe auslenkt und einen kontinuierlich steigenden/fallenden Widerstandswert erhält ohne Sprünge währen der Auslenkung dürfte das Poti noch i.O. sein. Am Oszi sieht man es eben gleich an Ausbrüchen in der Signalkurve.
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Re: Motor zickt rum

Beitragvon André » 22.02.2019, 18:06

Ro80-Fahrer hat geschrieben:Die Druckstellerstromwerte sehen nach meinem Verständnis aus, dass der Voll anfettet und nicht voll abmagert. Wenn er an die Abmagerungsgrenze gehen würde müssten da -10mA stehen! Vorausgesetzt er hat das Messgerät richtig rum angeschlossen. Bei richtig herum angeschlossenem Messgerät muss er bei Schubabschaltung -63mA anzeigen! Das ist sehr wichtig, weil man sonst falsche Werte misst und nicht weiß ob der ständig anfettet oder ständig abmagert!

Hm, ja, vielleicht gut, dass Du den Punkt nochmal raushebst, ich schrieb nicht ohne Grund "wenn Vorzeichen richtig beachtet", und habe (ohne es ausdrücklich anzumerken) unterstellt, dass er es falsch gepolt angeschlossen hat, weil bei SchubAb. halt positiv angegeben, der Wert MUSS in real negativ sein.
Allerdings, egal wie, an der Regelgrenze ist das System trotzdem (und da es nur beim Beschleunigen offenbar überhaupt mal von da wegkommt, scheint mir zu mager schon das logische)


Zu den anderen Anmerkungen: hier wurde einiges schon mehrfach genannt, so dass wir aufpassen müssen, uns nicht im Kreis zu drehen, sondern dass die beiden Fehlersuchenden ihre Listen erstmal sorgfältig abarbeiten, und auch dokumentieren was sie gemessen und beobachtet haben, und was sich wann verändert hat. (Die große Kunst dabei ist, alle Infos darzustellen ohne dass es ein Roman wird)
Leider ist die Verführung groß, sich in so nem Thread nur die letzten 2..3 Beträge durchzulesen oder gar nur zu überfliegen, und dann aufgrund dieser Teilinformationen was neues reinzuschmeißen, was sich vieleicht aus früheren Infos schon ausschließen ließ, oder eh schon genannt wurde. (mir fiel das in letzter Zeit bei mehreren Threads auf, wenn sich die Fehlersuche mühsam hinzog; und hatte teilweise den Eindruck, auch selber schon in die Falle getappt zu sein)

Ciao
André
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Re: Motor zickt rum

Beitragvon Mattzepeng » 22.02.2019, 19:50

Ich habe heute wiederum einen anderen Drucksteller von eBay ausprobiert.
Die Kiste läuft super.
Stellstrom 0 im Stand, -5mA bei Teillast, 9 bei Vollgas und -63 bei Schub
Die Lambdaspannung passt jetzt auch. 550mV Stand und Teillast, 850 Vollgas und gegen 0 im Schubbetrieb
Jeah

Da hat sich wohl der Drucksteller zwei mal verabschiedet. Vielleicht hat das Motorsteuergerät den abgeschossen?

Werde die Sache beobachten.

Massepunkte reinigen ist ne gute Idee.

LG
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Re: Motor zickt rum

Beitragvon BAUM4477 » 22.02.2019, 22:39

Zur Not hab ich auch glaube ich noch ein Stg vom NF-II rumfliegen...
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Re: Motor zickt rum

Beitragvon scotty10 » 27.02.2019, 11:18

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Re: Motor zickt rum

Beitragvon scotty10 » 27.02.2019, 18:53

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Re: Motor zickt rum

Beitragvon Mattzepeng » 22.03.2019, 21:04

So, da bin ich wieder. Der Wagen läuft an sich gut und hat volle Leistung, jedoch haben mich die Verbrauchswerte stutzig gemacht. Liege jetzt so bei 14L mit 120-140 auf der Bahn. Das ist mir zu viel.
Habe gerade nochmal den Druckstellerstrom gemessen und etwas interessantes herausgefunden:
Leerlauf/Teillast: -10mA
Vollgas +8mA
SChub: -63mA

Wenn ich die Lambdasonde abklemme, liegt er bei Teillast und im Leerlauf bei 0mA
Also versucht das System auf Grund der Lambdawerte abzumagern.

Habe mir auch ein einfaches analoges Meßgerät zugelegt, um die Lambdasonde messen zu können. Das Teil misst aber auch zu träge. Eigentlich steht es stur bei 750mV , was ja ein zu fetter Wert wäre...

Jetzt frage ich mich, wo hier der Fehlerteufel liegen kann.
Ich habe Falschluftleck an den Einspritzdüsen lokalisiert, Dichtungssatz liegt schon hier, aber daran wirds wohl nicht liegen.

Kann es sein, dass der Drucksteller zwar den Stellstrom bekommt, aber nicht entsprechend reagiert? Das würde die Sturheit der Lambdaspannung erklären.
:?
Gruß
Mattze
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