Torsionssteifigkeit Typ44

Hier bitte Fragen, Tipps und Anregungen rund um den Originalerhalt des Typ44 einstellen.
Beispiel: Ausstattungsfragen, Fragen rund um die Instandhaltung, Teilebeschaffung, Rostvorsorge

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Torsionssteifigkeit Typ44

Beitragvon Morti » 02.02.2017, 18:02

Hallo,
Hat jmd. Daten zur statischen Torsionssteifigkeit (in Nm/Grad) vom Typ43, Typ44 oder C4? Ich weiss lediglich, dass der C4 laut Audi 100 Buch ca. 30% steifer ist als der 44er, ob sich das auf die dynamische oder statische Steifigkeit bezieht steht allerdings nicht dabei.
Wenn jmd. Daten zum Typ81, Typ89 oder B4 hat, soll sie bitte ebenfalls posten. Das fände ich sehr interessant.
Man findet im Inet Daten zu allen möglichen Autos, aber Audi ist nicht dabei...

Ich hoffe, dass jmd. was dazu sagen kann, viele Threads mit technischen Fragen bleiben leider unbeantwortet. :?

Vielen Dank im vorraus

Gruß Karsten
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Re: Torsionssteifigkeit Typ44

Beitragvon 1TTDI » 02.02.2017, 20:06

Ohne genaue Daten über die Vorgängermodelle des C3 zu haben, würde ich beim C3 zumindest gefühlt von der geringsten Steifigkeit ausgehen.
Beim aufbocken vorne habe ich bis jetzt noch kein Auto in den Händen gehabt, das sich so verbiegt, wie der C3. Hinten siehts besser aus. Aber der "Leichtbau" ist schon überall spürbar.
Zuletzt geändert von 1TTDI am 02.02.2017, 20:11, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Torsionssteifigkeit Typ44

Beitragvon Quattro-Jan » 02.02.2017, 20:11

Ja das merkt man auch auf der Bühne... Niemals die Tür aufmachen, zumindest nicht die vorderen erstens geht es schwer weil sie verklemmt sind und zweitens bekommst die nicht mehr zu
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Re: Torsionssteifigkeit Typ44

Beitragvon 1TTDI » 02.02.2017, 20:19

Genau so ist es. Das Problem gibt es beim C4 überhaupt nicht, weshalb eine Steigerung der Steifigkeit C3 zu C4 von nur 30% fast nicht glaubhaft erscheint.
Bin gestern ein altes Audi Cabrio gefahren. Gefühlt war selsbt das "steifer" und verwindungsfester. Der C3 fühlt sich insgesant sehr weich an. Wundere mich, das der nicht mehr rostet, so wie die Karosserie arbeitet.
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Re: Torsionssteifigkeit Typ44

Beitragvon Quattro-Jan » 02.02.2017, 20:46

haha ok übetreiben muss man jetzt nicht 30% ist schon ne menge Holz natürlich arbeitet die karosse, aber die vom C4 ja auch nur merkt mans da einfach nicht
Und trotzdem wollte ich kein C4 ;) Und wenns weiter nichts ist als nur das, audi hat auch später beim TT probleme gehabt, dass bei so bodenschwellen das armaturenbrett immer geknackt hat
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Re: Torsionssteifigkeit Typ44

Beitragvon 1TTDI » 03.02.2017, 01:35

Ich denke nur an das oben beschriebene mit dem anheben an den vorgeschriebenen Wagenheberaufnahmen vorne. Wie misst man da 30%?
Beim C3 kriegt man die Tür nur mit Gewalt auf und zu und sie steht geöffnet fast einen cm am Ende hoch.
Meinen C4 hat das aufbocken unbeeindruckt gelassen. Die Türen haben genauso leicht geschlossen und geöffnet, wie auf allen 4 Rädern stehend.
Gefühlt ist das nicht 30% sondern der Unterschied zwischen weicher Karosserie und stabiler Karosserie!
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Re: Torsionssteifigkeit Typ44

Beitragvon André » 03.02.2017, 13:25

1TTDI hat geschrieben:Ich denke nur an das oben beschriebene mit dem anheben an den vorgeschriebenen Wagenheberaufnahmen vorne. Wie misst man da 30%?
Beim C3 kriegt man die Tür nur mit Gewalt auf und zu und sie steht geöffnet fast einen cm am Ende hoch.
Meinen C4 hat das aufbocken unbeeindruckt gelassen. Die Türen haben genauso leicht geschlossen und geöffnet, wie auf allen 4 Rädern stehend.
Gefühlt ist das nicht 30% sondern der Unterschied zwischen weicher Karosserie und stabiler Karosserie!


also, eine Variante der Messung wäre da, dass man die Kraft misst, ab der sich die Karosse halt verwindet und/oder ab wann sie sich auch (plastisch/dauerhaft) verformt.
"Dagegen" müsste man dann rechnen, wieviel Kraft die Eigenmasse des Fz. beim Anheben aufbringt.
In der dargestellten Situation müsste man dann annehmen, dass die Kraft, die man zum Verwinden braucht, beim C3 unterhalb der "Eigenkraft" liegt, beim C4 ab (trotz der etwas mehr Masse) dann oberhalb davon; so dass der C4 da eben stabil bleibt.
(theoretisch würden dann auch 5% Unterscheid ausreichen, damit der eine sich verwindet, und der andere nicht, wenn die Grenze eben genau in diesem Intervall der 5% liegt)

ich würde vermuten, dass der C3 halt gerade so knapp auf Knopf berechnet wurde, dass er sich nicht "relevant" verwinden sollte, wenn man ihn anhebt ... das klappt dann aber nur beim Neuwagen, und eben evtl. auch nur bei Türen zu; nicht mehr, wenn das Blech im gebrauch schon gearbeitet hat.
Soweit ich weiß hatten die ersten C3 ja auch noch n Problem, dass sich der Kofferraum quasi schon verbogen hat, wenn n paar Koffer da drin waren, daher wurde da dann nach nem jahr oder so nochmal verstärkt. (nein, hab da keine belastbare Quelle zu)

Oben wurde auch mit nem Cabrio verglichen; wegen des fehlenden (Metall)Dachs, das zur Steifigkeit beiträgt, muss dort i.d.R. die Karosse untenrum grundlegend steifer konstruiert werden. Deshalb kann man bei den meisten Wagen ja auch nicht einfach das Dach absäbeln, um nen Roadster draus zu machen.

Ciao
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Re: Torsionssteifigkeit Typ44

Beitragvon timundstruppi » 03.02.2017, 15:13

Auch eine C4 verbiegt sich. Wie mit der Federkonstanten einer Glasscheibe, auch dieses hat ein. Wie linear sie ist, sei nun mal dahingestellt.
Aktio Reaktio, mehr ist dazu nicht zu sagen.

Ob die Türen im geschlossenen Zustand dazugehören, weiß ich nicht, zumindest stellen die beiden Scharniere mit dem Zapfen im Schloss ein Dreieck da. Nimmt man es weg, wird es labiler.
Gruß TW
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Re: Torsionssteifigkeit Typ44

Beitragvon Kai aus dem Keller » 03.02.2017, 15:18

Moin!
Beim Vergleich C3 zu C4 muss man aber auch berücksichtigen, dass die Wagenheberaufnahmen an eher recht unterschiedlichen Stellen sitzen! Denke daher hinkt der Vergleich eh ein wenig. Außerdem ist der Hebebühnenversuch eher unpräzise, da spielen ja auch Faktoren mit wie z.B. ist die Bühne wirklich gerade aufgebaut und sind die Teller alle gleich weit herausgedreht usw.
Zum Ermitteln der Torsionssteiffigkeit sollte man also da ansetzen, wo es für den Fahrbetrieb relevant ist, also an den Achsen. Hier das Fahrzeug dann z.B diagonal verschränken, also eher so in die Richtung wie manch Tüver es bei Einzelabnahme von Felgen macht.
Denke aber selber dazu etwas verwendbares zu ermitteln wird wohl eher nix. Konkrete Werte die Audi dazu mit sicherheit im Archiv hat würden mich aber auch sehr interessieren!

Gruß,
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Re: Torsionssteifigkeit Typ44

Beitragvon Michael turbo sport » 03.02.2017, 15:54

Dsbzgl. evtl. interessant, dass die Zierleisten am Cockpit seitlich mit starken Federn zusätzlich fixiert sind. Könnte ein Hinweis sein, dass Audi damit eine etwaige Weichheit der Karosse bzgl. Bewegungen und daraus resultierendem Knarzen ausgleichen wollte.

Gruss,
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Re: Torsionssteifigkeit Typ44

Beitragvon Turbopaule » 03.02.2017, 22:29

HI

Dann kommts auch drauf an wo man den C3 hoch hebt.

An den Richtigen Punkten wirds nicht so schlimm sein.

Die meisten Bocken den C3 Falsch auf.Nämlich nicht am Schweller an den Markierungen.

Sondern auf den Gummis etwas weiter hinten.

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Re: Torsionssteifigkeit Typ44

Beitragvon Quattro-Jan » 04.02.2017, 00:00

Ich mach die Teller von der Bühne immer am schweller Ran am hartplastikteil und trotzdem bekomm ich die Tür nicht auf, also die Typ44 karosse ist schon relativ "weich"
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Re: Torsionssteifigkeit Typ44

Beitragvon Fabian » 04.02.2017, 21:11

Hallo,

das Abschätzen der Torsionssteifigkeit über die Schwergängigkeit der Türen des angehobenen Fahrzeuges ist noch aus einem anderen Grund unpräzise:
Der C4 hat eine im Vergleich zum 44er geänderte Türschlosskonstruktion, die das öffnen der Türen nach einem Unfall mit verzogener Karosseriestruktur erleichtern sollte... :-)

Im Übrigen stimmt es aber - der 44er ist ein vergleichsweise weiches Fahrzeug. Nach heutigen Maßstäben allemal.
Da sich auch langfristig die Karosserie aber nur elastisch und (fast) nicht plastisch verformt, hat mich das jedoch nie gestört.


Gruß
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Re: Torsionssteifigkeit Typ44

Beitragvon Quattro-Jan » 05.02.2017, 04:23

Dass die Tür schwer aufgeht liegt aber nicht an dem Schloss, das merkt man ja auch Beim zu machen, der türrahmen steht direkt am Dach an bevor überhaupt das Schloss irgendwo anliegt
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Re: Torsionssteifigkeit Typ44

Beitragvon 1TTDI » 05.02.2017, 11:27

Fährt man schnell über eine kleine Brücke oder einen Bahnübergang und das Auto federt komplett aus und wieder ein, so ist schon reichlich Bewegung in der Karosserie. Man hört es an den Türen, die sich am Rahmen bewegen.
Erschreckend finde ich auch die Grundkonstruktion des Vorderbaus. Das einzig stabile sind die beiden Träger. Daran hängt der schwere Motor vor der Vorderachse. Die ganze Front wird von einem labberigen Frontblech, den dünnen oberen Blechen und den zwei Kotflügeln zusammen gehalten. Fehlen die Kotflügel, kann man die Front mit ein paar kräftigen Fußtritten zusammen falten. Konnte man gut auf Schrottplätzen sehen.
Bei der lackierung meiner Limo sind mir auch zwei Roststellen unter den Zierleisten kurz vor der B Säüle aufgefallen. Dort war kein Loch oder sonst etwas, was die Lack oder Schutzschicht beschädigt hat. Ich gehe davon aus, das dort die Karosserie stark belastet wird und so die Lackschicht rissig wird. Das ist genau die Stelle, bei der bei Crashtests das Dach nach oben geknickt wird.
Dann bei der Limo der Kofferraum, der verstärkt werden muss, wenn man auflasten will. Ich hab leider nichts älteres gefunden, aber während meine Limo mit 1500kg Lerrgewicht max. 1600kg ziehen darf, konnte der A6 TDI von 1998 mit ähnlichem Leergewicht 1900kg ziehen. Sicher auch der eher weichen Struktur des C3 geschuldet.
Bei einem Unfall bis 30-40km/h sind wir in unserem C3 sicher gut geschützt, weil die weiche Karosserie die Energie sanfter abbaut, als beim C4 und folgenden. Bei allem über 50km/h haben wir wohl wirklich schlechte Karten. Ich denke, da kollabiert die Karosseriestruktur des C3 komplett.

https://www.youtube.com/watch?v=Yz4P_0Travs
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Re: Torsionssteifigkeit Typ44

Beitragvon kiwi44 » 08.02.2017, 00:46

Das der Typ 44 nicht sonderlich steif ist ist mir auch schon aufgefallen. Und gefallen möchte mir das nicht so recht, vorallem beim TQ wo man auch mal schneller unterwegs ist.
Sicher, bevor die Karosserie sich so stark verwindet dass etwas passiert gibts an anderen Stellen schon Probleme. Aber alleine das mulmige Gefühl beim aufbocken oder wenn man mal wieder was Innenraum vergessen hat und die Tür nur schwer öffnet hat mich schon öfter darüber nachdenken lassen ob man da nicht etwas machen kann. Vielleicht einen Rohrrahmen der sich über die Unterseite des Autos spannt. Nach oben hin hat man da leider weniger Platz, gerade da wäre es aber wichtig.
Sind die Säulen eigentlich bei allen Modellen ausgeschäumt, oder sogar bei keinem 44er?
Grüße
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Re: Torsionssteifigkeit Typ44

Beitragvon StefanR. » 08.02.2017, 22:19

Man kann den Typ44 auch steifer machen und das ganze mit Serienteilen. Denn beim 44er wurden immer wieder Versteifungen ab Werk eingebracht. Sieht man sehr gut bei den 200ern an den Stoßdämpferdomen. Allerdings gibts da noch mehr.
Der 200er 20V entspricht von seinen versteifungen her am ehesten dem C4. Beim 44er haben diese Versteifungen eben nur die absoluten Topmodelle, beim C4 hats jeder selbst der 100 PSer.

Ich habe mir für meinen 100er Sport Avant fronti aus Schlachtkarossen schon einige Teile besorgt und zwar folgende.
- Domstrebenhalter aus dem Audi V8 incl. Strebe
- Versteifungsbleche am Unterboden vom Anfang der VA bis hinter die B-Säule. (hat jeder V8 oder 200 20V)
- Dann werde ich noch ein paar Bleche für die Lenkung anfertigen. Basis hierzu ist der Rally Audi 200.
- Einige schweißnähte zusätzlich gibts auch noch
- Querträger vorne vom C4 der die Längsträger zueinander verstärkt
- Auch einige Details ausm C4 Avant zur Versteifung des Kofferraums werde ich einbringen. Ist im Endeffekt alles schon vorgesehen.

Das bringt einiges. Dann sollte der 44er besser liegen und auch deutlich steifer sein.
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Re: Torsionssteifigkeit Typ44

Beitragvon 1TTDI » 08.02.2017, 22:48

Hast du Bilder von den zusätzlichen Verstrebungen?
Hab im www gesucht, aber z.B. Bilder vom V8 Unterboden nicht gefunden.
Auch das mit den C4 Quer/Längsträger würde mich interesieren.
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Re: Torsionssteifigkeit Typ44

Beitragvon Michael turbo sport » 08.02.2017, 23:25

Beim V8 merkt man es ja deutlich im Innenraum. Diese sehr starken, im gensatz zum 44er, Seitenschweller gehen schon in die Richtung moderner Fahrzeuge. Die Fahrzueugstabiliät sich dadurch im Innenraum auswirkt - immer größere Fahrzeuge aussen, aber der Platz im Innenraum eigentlich im Verhältnis dazu immer geringer wird.

Beim 44er ist es so, dass man für die Fahrzeugröße auch extrem viel Platz, vor allem in der Breite, erfährt. Geschuldet eben auch einer weicheren Karosse.

Gruss,
Michael
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Re: Torsionssteifigkeit Typ44

Beitragvon Quattro-Jan » 09.02.2017, 00:18

also das problem mit den türen hab ich bei meinem 20v und bei meinem 100er, so viel unterschied kann da nicht sein.
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Re: Torsionssteifigkeit Typ44

Beitragvon Morti » 09.02.2017, 17:41

@1TTDI

Es gibt im ssp vom V8 Fotos mit den zusätzlichen Verschweissungen beim V8 ggü. dem 44er.

Eine Idee wäre noch das Ausschäumen von Schwellern und A-Säulen. Beim A8 D3 hab ich z.B. nach dem Tausch des Seitenteils den inneren Bereich ausgeschäumt - ist so original vorgesehen, diesen speziellen Schaum gibt es bei Audi. Beim D3 dient es allerdings nur der Akustik.

Ich werde noch zusätzlich beide Längsträger vorne mit einer Strebe verbinden, entweder aus leichtem aber festem AlZnMgCu1.5 (3.4365), dass er nicht noch frontlastiger wird, oder wenn das Material zu teuer wird halt doch mit Stahl.

Domstrebe mit stabilen Platten auf den Domen aus Cr Mo Stahl (1.7225). Hilfsrahmen wird verstärkt, zusätzliche Schweissnähte gezogen und fest mit den Längsträgern verschraubt.

Tipp: die späteren Hilfsrahmen etwa ab Facelift haben eine andere augenscheinlich stabilere Form und sind an den Anschraubpunkten der Querlenker verstärkt. Vielleicht ziehe ich auch noch die Schweissnähte wie beim V8 und verstärke die Lenkgetriebeaufnahme. All dies macht vor allem den Vorderwagen stabiler, was sich vor allem in einem präzieseren Lenkverhalten äussert, genau was ich will.

Tipp 2: die Lenksäule ist zweiteilig, so dass sie bei einem Unfall ausklinken kann und das Lenkrad nicht dem Fahrer entgegenschlägt. Allerdings haben alle 44er mit Servo die ich gesehen hab an der Verbindungsstelle die weichen roten Gummis, zudem sind eigentlich immer die Kunststoffhülsen zerrissen. Im servolosen Typ81 gibt es z.B schwarze härtere Gummis die 1:1 passen, die gibt es bestimmt auch in anderen alten Audis.

Die Torsionssteifigkeit der Fahrgastzelle lässt sich eigentlich nur durch einen Käfig verbessern. Aber, da die grösste Verbesserung im Dach zu finden ist, könnte ich mir gut ein Kreuz mit flachen Profilen vorstellen, das ganze verdeckt von einem modifizierten Dachhimmel.
Möglich wären auch Verstrebungen in den Türen oder als Anfang den originalen Seitenaufprallschutz und die Zapfen vom Cabrio an B und C-Säule, zusätzlich vielleicht die Schlösser und Türgriffe vom späten V8 oder C4, die fühlen sich besser an, die Türen lassen sich leichter öffnen, dies wird ermöglicht durch mehr Weg - das Öffnen braucht weniger Kraft.

Leider hat bis jetzt keiner Daten zu der Torsionssteifigkeit gepostet.

Gruß Karsten

P.S Auf dem Schrott hab ich mal einen C4 gesehen, er hatte keine Räder mehr dran, sondern stand nur auf vier Rädern unter den Schwellern und zwei Autos waren auf dem C4 gestapelt. Die Türen liessen sich öffnen wie immer. Echt beeindruckend.
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Re: Torsionssteifigkeit Typ44

Beitragvon StefanR. » 09.02.2017, 23:33

Der VA Rahmen ist auch sehr weich und dem würde eine Strebe hinten unter dem Getriebe sehr gut tun. Wegen den anderen Versteifungen werde ich die Woche mal ein paat Bilder machen.
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Re: Torsionssteifigkeit Typ44

Beitragvon 200-20V » 10.02.2017, 10:30

Moin!

Ausschäumen :?: :shock: :arrow: "Eine Idee wäre noch das Ausschäumen von Schwellern und A-Säulen. Beim A8 D3 hab ich z.B. nach dem Tausch des Seitenteils den inneren Bereich ausgeschäumt - ist so original vorgesehen, diesen speziellen Schaum gibt es bei Audi. Beim D3 dient es allerdings nur der Akustik." :!:

Dann Prost Mahlzeit :!:
Beim Audi C2 Avant gammeln zum Beispiel die C-Säulen weg, da wo "ausgeschäumt" wurde................

Ob das sinnvoll ist :?:

Gruß Axel.
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Re: Torsionssteifigkeit Typ44

Beitragvon cristofer » 10.02.2017, 10:59

Zumindest bei den späten 44ern sind auch die A-Säulen ausgeschäumt. Bis jetzt hab ich noch nicht gehört, dass das zum Problem geworden ist.
Typ 44 \\\\ 100 2.0 E Limo "RT" "AMK" EZ 10./1990 Tornadorot
Typ 44 \\\\ 100 1.8 Limo "PH" "AUF" EZ 10./1990 Alpinweiss
Schlachter: Typ 44 100 Limo "NF" "REH" MJ90 Zyclam Perleffekt
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Re: Torsionssteifigkeit Typ44

Beitragvon Morti » 11.02.2017, 14:36

@200-20V:

Hast du mal dran gedacht, dass es verschiedene Schäume gibt? Beim 20V sind z.B die hinteren Seitenteile ausgeschäumt und da rostet er auch nicht. Beim Typ43 haben die augenscheinlich einen falschen Schaum verwendet, einen der Wasser zieht.

Wie ich schon geschrieben hab schlage ich vor den Schaum von Audi zu verwenden, der im A8 D3 verwendet wird.
Niemand hat von irgendeinem Bauschaum gesprochen...

Gruß Karsten
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Re: Torsionssteifigkeit Typ44

Beitragvon 1TTDI » 11.02.2017, 21:36

Wobei ich glaube, das der Schaum nur was in Richtung Schallschutz und evtl. noch Crashsicherheit bringt.
Bei der Torsionssteifigkeit bringt der wohl nichts.

Hab mir inzwischen auch den SSP vom V8 angeschaut. Abgesehen von zusätzlichen Verschweißungen und der stabileren Frontmaske sehe ich da keinerlei zusätzliche Verstrebung die eine wirksame "Versteifung" bringen könnten. Wie verhält sich der V8 überhaupt auf der Bühne oder mitm Wagenheber. Wenn da die Türen auch klemmen, sind die Maßnahmen auch nicht so der Bringer.

Wie schon geschrieben. Der C4 spielt da in einer ganz anderen Liga. Der ist innen minimal enger und hat kleinere Glasflächen, aber das Ergebniß in Richtung Stabilität ist scheinbar schon enorm.
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Re: Torsionssteifigkeit Typ44

Beitragvon StefanR. » 27.02.2017, 00:31

Die zusätzlichen Verstrebungen beim V8 sind fast identisch mit denen des C4. Man findet Sie am Wasserkasten und am Unterboden und unter dem Amaturenbrett. Und ja man merkt es deutlich. Im SSP sind nicht alle Verstärkungen aufgeführt.
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Re: Torsionssteifigkeit Typ44

Beitragvon scotty10 » 27.02.2017, 10:51

Mojn Mojn,

Kann dazu leider nur vom C4 (meiner ist Bj. 92)
berichten und der ist auch beim einseitigen
Aufbocken
(z.B. wenn man nur 1 Rad runter nehmen will)
sehr stabil.
Man merkt zwar, daß die Karosserie sich leicht verwindet, weil im aufgebockten Zustand das Schloss
der vorderen Tür
(die Seite an der aufgebockt wurde)
beim Auf- oder Zumachen leicht schleift,
das ist aber wirklich nur ganz gering.
Bisher ist mir das auch nur aufgefallen, wenn ich meinen C4 vorn einseitig hoch genommen hab.
An den hinteren Türen passiert gar nix.
Egal, ob das Auto hinten oder vorn einseitig aufgebockt ist.
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Re: Torsionssteifigkeit Typ44

Beitragvon mc2226 » 13.06.2017, 14:31

StefanR. hat geschrieben:Der VA Rahmen ist auch sehr weich und dem würde eine Strebe hinten unter dem Getriebe sehr gut tun. Wegen den anderen Versteifungen werde ich die Woche mal ein paat Bilder machen.



kannst du da mal ein paar bilder hochladen? würde mich auch sehr interessieren
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Re: Torsionssteifigkeit Typ44

Beitragvon JeeWee NF avant 1989 » 10.11.2018, 11:58

StefanR. hat geschrieben:Man kann den Typ44 auch steifer machen und das ganze mit Serienteilen. Denn beim 44er wurden immer wieder Versteifungen ab Werk eingebracht. Sieht man sehr gut bei den 200ern an den Stoßdämpferdomen. Allerdings gibts da noch mehr.
Der 200er 20V entspricht von seinen versteifungen her am ehesten dem C4. Beim 44er haben diese Versteifungen eben nur die absoluten Topmodelle, beim C4 hats jeder selbst der 100 PSer.

Ich habe mir für meinen 100er Sport Avant fronti aus Schlachtkarossen schon einige Teile besorgt und zwar folgende.
- Domstrebenhalter aus dem Audi V8 incl. Strebe
- Versteifungsbleche am Unterboden vom Anfang der VA bis hinter die B-Säule. (hat jeder V8 oder 200 20V)
- Dann werde ich noch ein paar Bleche für die Lenkung anfertigen. Basis hierzu ist der Rally Audi 200.
- Einige schweißnähte zusätzlich gibts auch noch
- Querträger vorne vom C4 der die Längsträger zueinander verstärkt
- Auch einige Details ausm C4 Avant zur Versteifung des Kofferraums werde ich einbringen. Ist im Endeffekt alles schon vorgesehen.

Das bringt einiges. Dann sollte der 44er besser liegen und auch deutlich steifer sein.


haben sie auch bilder von diesem arbeiten?
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