Brauche Datenvergleich Drosselklappenpoti

Hier bitte Fragen, Tipps und Anregungen rund um den Originalerhalt des Typ44 einstellen.
Beispiel: Ausstattungsfragen, Fragen rund um die Instandhaltung, Teilebeschaffung, Rostvorsorge

Bitte überprüfe vor dem Erstellen Deines Postings, ob die Frage bereits in der Audi 100 und A6 Selbst-Dokumentation, der audi100.selbst-doku.de beantwortet wurde. Für fast alle häufigeren Probleme gibt es dort bereits Lösungen.

Moderatoren: Moderatoren, globale Moderatoren

Forumsregeln
Bitte vor dem Erstellen eines Postings die geltenden Forenregeln beachten. Moderatoren und der Site-Admin werden in regelmäßigen Kontrollen für die Einhaltung der Regeln sorgen.

http://forum.group44.de/viewtopic.php?f=6&t=129087&p=1242111#p1242111

Brauche Datenvergleich Drosselklappenpoti

Beitragvon turbopapa » 27.09.2007, 22:28

Ich habe immer noch den Verdacht, daß mein Drosselklappenpoti nicht ok ist, da mein 3B bei Vollgas in den Notlauf geht. Fünfender hat mir die Daten zum durchmessen gegeben. Text von Fünfender:

" Zuerst ziehst Du den Stecker ab. Dann misst Du mit einem Multimeter im Ohmbereich zwischen Pin 6 und Pin 4 am Poti (wobei 6 unten ist, die unbelegte Stelle wird als 5 mitgezählt) wenn die Drosselklappe in Stellung Leerlauf steht. Dabei sollen die Kontakte durchgängig sein (unendlich). Wenn Du den Gaszug ein wenig betätigt sollte kein Durchgang mehr messbar sein. Wenn dem so ist, kannst Du schonmal davon ausgehen, dass es richtig eingestellt ist.
Dann misst Du zwischen Pin 1 und 2 in Leerlaufstellung. Sollwert: 1,5 - 2,6 kOhm
Zwischen Pin 2 und 3: 0,75 - 1,3 kOhm
Dann weiter an 2 und 3 messen und ggf. nen zweiten mann ranholen zum Betätigen des Gaszuges. Dabei sollte der Wert ansteigen und bei Vollgas ca. 3,6 kOhm erreichen. "

Die Werte habe ich verglichen. Was nicht stimmt, ist der Wert zwischen Pin 2 und 3. Der fängt bei 0,75 kOhm an, hat aber bei Vollgas nur 2,7 statt 3,6kOhm. Wichtig für mich wäre, ob das bei anderen Poti's auch so ist, oder ob da der Hund begraben liegt. Wie sind die Werte zwischen Pin 1 und 2 bei Euch? Ich hoffe, der Eine oder Andere hat mal kurz Zeit, das für mich zu checken.

Danke freundlichst,
Axel S.
turbopapa
Testfahrer
Testfahrer
 
Registriert: 22.04.2006, 21:30

Re: Brauche Datenvergleich Drosselklappenpoti

Beitragvon jürgen_sh44 » 28.09.2007, 09:43

turbopapa hat geschrieben:Dabei sollen die Kontakte durchgängig sein (unendlich).


also um das mal zu korrigieren:
Statt dem unendlich müsste da wenn der Sinn vom text stimmt
"(gegen 0Ohm)" in der Klammer stehen statt "(unendlich)"
also der Leerlaufshcalter ist geschlossen.


Nächste Grundfrage:
Wie genau misst dein Multimeter, korrekt genullt/abgeglichen?
Das der Messbereich stimmt nehme ich mal an ;-)

Wenn die Werte reproduzierbar sind,
also keine springen Werte (vibrationen?)
kannst du ja mal testweise nen 470Ohm Metallschichtwiderstand
ranbauen zum erhöhen,
das kostet keine 50cent..

Aber ob das den Vollastfehler ändert?
Hat der 3B keinen Vollastschalter der die DK übergeht?


@Alle:
Wenn ihr euch jetzt schon die Mühe macht hier was rauszumessen, könntet ihr es ja gleich mal da:
http://forum.group44.de/viewtopic.php?t ... highlight=
eintragen -es fehlen nur die Werte.


PS.:
Wenn jemand Lust hat mir ein defektes Teil zuzuschicken,
würde ich gerne mal probieren da das Poti zu wechseln..
(ohne Garantie) =>PN
Net-tiquette-Link

Gruß
~Jürgen

4Zyl MKB:SH Keihin I - Vergaser 88PS
Schadstoffarm ab Werk + Schadstoffarm Euro1/E2 nachgerüstet ..
~Hupraum statt Hubraum~
http://www.postimage.org/image.php?v=aV177lNS
Sprit+Platzoptimiertes Ökomobil: 1x Mazda MX 5 RF 2017
Benutzeravatar
jürgen_sh44
Abteilungsleiter
 
Registriert: 06.11.2004, 00:01
Wohnort: Nähe LB / Ba.Wü. Süddeutschland

Beitragvon Elektronikfuzzi » 28.09.2007, 10:57

Das Datenblatt habe ich leider nichtmehr -aber ich glaube, daß Du auf SJMAutotechnik.com die Daten findest.
Interessant und wichtig wäre nur, ob der Widerstand sich stetig zur Bewegung ändert, oder ob es schon "abgeschliffene" Stellen gibt.

Im Notfall bekommt man es auch aufgebrochen und kann reingucken - macht aber bischen Arbeit.
Gruß Wisskop
Elektronikfuzzi
Entwicklungsleiter
 
Registriert: 05.11.2004, 16:08
Wohnort: bei Berlin

Beitragvon turbopapa » 28.09.2007, 16:40

@jürgen_sh44: es soll durchgängig sein, also 0. Ist es auch. Mein Multimeter ist ein günstiges von Conrad. Meßgenauigkeit???
@Wisskop: Daten, die auf einem Datenblatt stehen nützen nichts. In der Praxis sieht es anscheinend etwas anders aus.
Aber bleibt bitte dran, Danke.
turbopapa
Testfahrer
Testfahrer
 
Registriert: 22.04.2006, 21:30

Re: Brauche Datenvergleich Drosselklappenpoti

Beitragvon Fünfender » 28.09.2007, 16:54

turbopapa hat geschrieben:Die Werte habe ich verglichen. Was nicht stimmt, ist der Wert zwischen Pin 2 und 3. Der fängt bei 0,75 kOhm an, hat aber bei Vollgas nur 2,7 statt 3,6kOhm.


Hallo,

die Werte habe ich dem Reperaturleitfaden entnommen, habe aber auch festgestellt, dass die Abweichungen recht groß sein können. Mein Poti ist ca. ein Jahr alt und hat auch weniger als 3 Ohm bei Vollast. Der Motor läuft aber bestens.

Gruß

Kim
Audi 200 Avant quattro® 20v. Die Unabhängigkeitserklärung. (restauriert)
Cannondale Jekyll, CUBE Elite Super HPC und so weiter...

Es saugt und bläst der Turbo dann, wenn Hubraum sonst nur saugen kann.
Benutzeravatar
Fünfender
Entwicklungsleiter
 
Registriert: 12.01.2006, 23:10
Wohnort: Wolfenbüttel

Meßgenauigkeit/Datenblatt

Beitragvon Elektronikfuzzi » 28.09.2007, 18:12

Meßgenauigkeit:
Alle derzeitig angebotenen DMM reichen für diese Zwecke mehr als aus.
Ein normaler Widerstand ein normales Poti hat über den Daumen eine Toleranz von 10%.
Das Datenblatt von meinem Drosselklappenpoti des Opels (auch von Bosch) hat eine Toleranz von +-20%.

Also daran kann es nicht liegen.

Mit durchgängigkeit meinte ich vielmehr, daß sich der Widerstand konstant ändern muß, wenn man an dem Poti dreht.
Weil es altert natürlich, irgendwann kann es stellen geben, in denen der Schleifer nichtmehr berührt - ist nunmal mechanisch.

Ansonsten glaube ich primär nicht daran, daß es daran liegen soll, daß der Motor bei Vollast in Notlauf geht.

Gerade des 20V's liebste Beschäftigung ist es, bei diversen Dingen genau bei Vollast in den Notlauf zu gehen ;-)

Zuletzt möchte ihc noch bemerken, daß ich sehr stark vermuten würde, daß die Motronik eine Lernfunktion besitzt, um sich die Werte "Leerlauf" und die Werte "Vollast" anzulernen.

Ist zwar jetzt gesichertes Halbwissen - aber ich gehe fest davon aus - eben um natürlich auftretende, nicht vermeidbare Toleranzen rauszurechnen.
Elektronikfuzzi
Entwicklungsleiter
 
Registriert: 05.11.2004, 16:08
Wohnort: bei Berlin

Beitragvon jürgen_sh44 » 28.09.2007, 20:47

ich meinte mit der messgenauigkeit/abgleich,
ob er getestet hatob es richtig anzeigt..
also einfach mal die kabel zusammen und auf 0 kalibrieren,
oder mal einen widerstand ablesen und gegenmessen.

Ob analog oder digital ist egal, aber besonders bei analogen muß man auf die batterie achten, was von anfängern gerne mal vergessen wird.
Net-tiquette-Link

Gruß
~Jürgen

4Zyl MKB:SH Keihin I - Vergaser 88PS
Schadstoffarm ab Werk + Schadstoffarm Euro1/E2 nachgerüstet ..
~Hupraum statt Hubraum~
http://www.postimage.org/image.php?v=aV177lNS
Sprit+Platzoptimiertes Ökomobil: 1x Mazda MX 5 RF 2017
Benutzeravatar
jürgen_sh44
Abteilungsleiter
 
Registriert: 06.11.2004, 00:01
Wohnort: Nähe LB / Ba.Wü. Süddeutschland

Beitragvon turbopapa » 28.09.2007, 23:02

Hat den, ausser Fünfender, nun schon mal einer von euch sein Poti durchgemessen?
turbopapa
Testfahrer
Testfahrer
 
Registriert: 22.04.2006, 21:30

ja

Beitragvon Elektronikfuzzi » 29.09.2007, 11:53

ich hatte meines mal durchgemessen.
Ich hatte ewig und drei Tage das Gefühl, daß der Motor nicht so recht die Vollast erkennen will.
Und dann habe ihc mich mal beigemacht und im eingebauten Zustand die Postition und Widerstand (also bei Anschlag volllast) mit den Danten auf sjmautotechnik.com verglichen.

Irgendwann hatte ich auch mal das Datenblatt dazu - selbiges konnte ich damals noch anhand der Bosch-Nummer ergoogeln.

Das Datenblatt konnte ich aber eben nichtmehr finden :-(

Naja - jedenfalls war tatsächlich der Widerstand eher etwas Grenzwertig für Vollast, also habe ich das Ding mal aufgeknackt und reingeguckt.

Gern brechen innen die Löststellen am Übergang Stecker zur eigentlichen Potentiometer-Mimik.

War aber nicht.

Irgendwie konnte ichaber dennoch den Bereich etwas verschieben -so daß der Widerstand dann bei offener Drosselklappe eher dem Wert entsprach - zu merken war das aber am Fahrgefühl nicht.

Ist eigenltihc auch logisch - wie gesagt, normale Potis haben einen FEhler von 10% - das Bosch-Opel-Drosselklappenpoti hat 20% angegeben, das ich als E-TEchniker locker glaube.

Nun wird der Lastzustand von der Motronik in 16 Lastzuständen eingeteilt - wenn ich das genau machen wollte, müßte das Drosselklappenpoti per Faustregel 10x so genau sein, wie das Element, was die Werte braucht (eben die Motronik) - bedeutet, das das Drosselklappenpoti auf 160 Einteilungen/Weg genau sein müßte und das auch noch TEmperaturkompensiert (was bei Potis ein Problem ist).


Bedeutet, daß das Poti auf mindestens (!) 0,6% genau sein müßte - und da wären wir im Bereich Präzisionsgeber.

Damit würde das Poti aber nicht im Verkauf so 40 Euro kosten (glaube, so war der Wert), sondern 400 Euro!!

Ergo - es muss eine Mimik inder Motronik geben, die beim Starten und Fahren sich im Zusammenhang mit anderen Gebern (z.B. Druckgeber) auf die aktuelle Toleranz und aktuelle Position (weil ja auch das Poti gegenüber der Drosselklappe verdreht sein kann) anlernt!

Anders geht es nicht!

Also wiederum ergo bedeutet das, daß der genaue Wert des Potis bei Vollast gar nicht so wichtig ist - wichtig ist nur, daß es keinen Kurzschluß und keine offene Leitung (nicht berührender Schleifer) gibt.

Also bleibt meine Meinung:
Wenn das Poti über den Weg permanent den Widerstand ändert - und keine "Aussetzer" hat - ebenso keinen Kabelbruch, gebrochene Lötstelle innen (schwer zu diagnostizieren), dann liegt mit sehr großer Sicherheit ein anderer Fehler vor!


Welchen Fehler spuckt der Motor denn aus, wenn Du den Fehler ausliest?

Gruß Wisskop
Elektronikfuzzi
Entwicklungsleiter
 
Registriert: 05.11.2004, 16:08
Wohnort: bei Berlin

Beitragvon turbopapa » 29.09.2007, 21:21

Es ist kein Fehler im Speicher abgelegt. Das ist ja das blöde. Mir fehlt auch das nötige Kleingeld, auf gut Glück diverse Teile zu tauschen. Was mach ich bloß? Wie groß ist die Chance, daß es die Klopfsensoren sind? Irgendjemand aus dem Forum gab an, man könnte den Sensor durchmessen, indem man von den drei Kabeln immer zwei zueinander auf Durchgang mißt. Die dürfen wohl keinen Durchgang haben. Meine haben aber in einer Kombination Durchgang. Kannst Du da was zu sagen?
turbopapa
Testfahrer
Testfahrer
 
Registriert: 22.04.2006, 21:30

Beitragvon Elektronikfuzzi » 30.09.2007, 12:15

Klopfsensoren sollten auch einen Fehler im Speicher ablegen.
Zumindest dann, wenn sie derbe kaputt sind -wenn sie noch bischen gehen, werden sie nicht zwingend erkannt.

Wenn der Fehler nur bei Vollast auftritt - dann heißt wohl die erste Diagnose:
Drucktest
Ansonsten die ganze Reihe durch - Zündkabe, Zündkerzen, Verteiler!!! Verteilerkappe bla,bla.

Du hast nunmal eine recht hochgezüchtete Maschine - ergo können kleine Dinge große Wirkung haben.

Sinnlos tauschen mußt Du nicht - ist auch recht zwecklos.

Gucke mal bitte auf sjmautotechnik.com und nutze intensivst die Suche funktion.
Da sollten irgendwo jeder Sensor und jeder Aktuator des Motors mit Funktion und Test/Rahmenbedingungen beschrieben sein.

Du wirst nicht umhin kommen, die ganze Maschine zu testen - stück für Stück.

Gruß Wisskop

PS:
Benzinpumpe/Pumpenrelais wäre auch mal einen TEst wert - wenn Du die Rücklaufleitung aufschraubst und dort Sprit "abzapfst" (Brücke statt Relais drin), muß richtig was kommen - also so ca 2-4l/min möchten da schon als Fördermenge kommen.
Elektronikfuzzi
Entwicklungsleiter
 
Registriert: 05.11.2004, 16:08
Wohnort: bei Berlin

Beitragvon turbopapa » 30.09.2007, 13:20

Drucktest habe ich schon gemacht. Es kommt lediglich ein ganz leichtes zischeln von den hinteren drei U-Anschlüssen. Es ist aber nach zirka einer halben Minute immernoch Luft im System. Normal so?
turbopapa
Testfahrer
Testfahrer
 
Registriert: 22.04.2006, 21:30

Beitragvon Elektronikfuzzi » 30.09.2007, 14:18

Ja, sieht gut aus.

Aber wie gesagt, Du mußt einmal über den ganzen Motor...mußte halt durch ;-)
Elektronikfuzzi
Entwicklungsleiter
 
Registriert: 05.11.2004, 16:08
Wohnort: bei Berlin


Zurück zu Der Audi 100/200 Typ44 im Originalerhalt

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 13 Gäste