Der Esel bockt, wenn es kalt ist....

Hier bitte Fragen, Tipps und Anregungen rund um den Audi 100 bzw. A6 des Typs C4 (ab MJ91) einstellen.
Auch passen hier gut Fragen zu den "neuen" V6-Motoren herein, die im Aud 100 C4 sowie Audi 80 B4 eingebaut wurden.

Bitte überprüfe vor dem Erstellen Deines Postings, ob die Frage bereits in der Audi 100 und A6 Selbst-Dokumentation, der audi100.selbst-doku.de beantwortet wurde. Für fast alle häufigeren Probleme gibt es dort bereits Lösungen.

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Der Esel bockt, wenn es kalt ist....

Beitragvon ABCler » 26.11.2018, 19:44

Hallo ihr Herren der Ringe,

jetzt, wo es wieder kälter wird, fällt mir wieder ein seit Jahren bestehendes Ärgernis auf:
Wenn ich meinen A6 C4 kalt starte (Umgebungstemperatur <5°C) ist das ganze Fahrzeug anfangs unglaublich bockig.
Angefangen beim Motor: Er hängt sehr zornig am Gas, beim Gas wegnehmen gibt es häufig Ruckler und die Drehzahl ist auch nicht ganz so toll. Damit meine ich nicht die, für Euro 2 korrekte Leerlaufanhebung auf ca 1400 U/min, sondern teilweise bleibt die Drehzahl auch auf 1600 U/min hängen.
Wenn ich den Motor nach dem Kaltstart im Stand warm laufen lasse, wird die Drehzahl nach einiger Zeit auf ca. 800 U/min geregelt :haken: Fahre ich jetzt aber los, bleibt sie an der nächsten Ampel manchmal wieder bei 1200 U/min hängen. Erst nach längerer Fahrt hat sich die Drehzahl sauber eingependelt und bleibt dann auch bei den korrekten 800 U/min.

Weiter gehts mit dem Schaltgetriebe.
Die Gänge gehen nach dem Kaltstart teilweise wirklich sehr grob rein. Außerdem ist sanftes Einkuppeln dann sehr schwer. (Wäre mir neu, dass eine Kupplung Temperaturabhängig ist... :?: ) Auch das verschwindet nach einer gewissen Fahrtzeit.

Habt ihr ähnliche Probleme im Winter?

Gruß,
Martin
MfG
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Re: Der Esel bockt, wenn es kalt ist....

Beitragvon SI0WR1D3R » 26.11.2018, 21:23

Hi Martin,
der ruppige Motorlauf kommt von einer schwachen Batterie.
Leider ein bekanntes Problem beim ABC.

Das schwere Schalten rührt von verhartem Fett des Schaltgestänges.
Vom "ausgeleierten" Schaltgestänge mal abgesehen.

Gruß
Woife
MfG

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Re: Der Esel bockt, wenn es kalt ist....

Beitragvon scotty10 » 27.11.2018, 00:06

Mojn Mojn,
SI0WR1D3R :"...der ruppige Motorlauf kommt von einer schwachen Batterie. ...
Bist Du sicher ?
Ich dachte immer, daß der Motor nach dem Starten seinen Strom von der Lichtmaschine bekommt - sofern der Regler korrekt arbeitet.
ABCler : "...teilweise bleibt die Drehzahl auch auf 1600 U/min hängen. ..."
Soweit mir bekannt hat der ABC hinten am Block einen Leerlauf-Regler verbaut.
ABCler : "...Die Gänge gehen nach dem Kaltstart teilweise wirklich sehr grob rein. Außerdem ist sanftes Einkuppeln dann sehr schwer. (Wäre mir neu, dass eine Kupplung Temperaturabhängig ist... :?: ) Auch das verschwindet nach einer gewissen Fahrtzeit. ..."
Kupplungs-Geber- und Nehmer-Zylinder + Bremsflüssigkeit sind i.O.?
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Re: Der Esel bockt, wenn es kalt ist....

Beitragvon ABCler » 03.12.2018, 03:21

Hallo ihr beiden,

vielen Dank für die Antworten.

Schaltgestänge, Geber- u. Nehmerzylinder, Batterie und LLR sind alle relativ neu.
Ich denke langsam, dass das DKPoti kränkelt. Leider ist das kleine Ding ja unbezahlbar, jedenfalls viel zu teuer um "auf gut Glück" zu versuchen.

Ich denke ich werde, bezüglich der seltsamen Schaltung, erst mal die Kupplungsbetätigung entlüften, und zwar mittels Pedalpumpen. (Ich habe mal gelesen, dass diese Methode effektiver als mittels Überdruckgerät ist...)

Habe ich die Vorgehensweise dazu richtig im Kopf? :

Eine zweite Person als Verstärkung holen. Person 1 öffnet das Entlüfterventil am Nehmer, Person 2 drückt langsam das Kupplungspedal. Bevor Person 2 das Pedal wieder loslässt, schließt Person 1 das Entlüfterventil. Dieser Vorgang wird mehrmals wiederholt, dazwischen immer wieder frische Bremmsflüssigkeit in den AGB einfüllen.
Ist das so korrekt? :D

Danke und Gruß,
Martin
MfG
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Re: Der Esel bockt, wenn es kalt ist....

Beitragvon SI0WR1D3R » 03.12.2018, 11:09

Hi Martin,

wäre es nicht angebracht, da du nicht wild Teile tauschen willst, ggf die kostengünstigste Methode -> Batterie im ausgebauten Zustand zu laden, durchzuführen?
Wie alt ist denn deine Batterie?

Zu deinem Kupplungsproblem...
Wenns temperaturabhängig ist wie du schreibst, wirds nichts mit Luft im System zu tun haben.
Wie alt ist denn das System, bzw Zylinder und Flüssigkeit?

Gruß
MfG

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Re: Der Esel bockt, wenn es kalt ist....

Beitragvon ABCler » 03.12.2018, 21:04

Hi Woife,

ich werds versuchen, die Batterie steht schon oben beim Laden ;)

Bezüglich der Kupplung... Bremsflüssigkeit wurde vor 1,5 Jahren gewechselt. Geber- und Nehmer Zylinder habe ich Ende 2015 erneuert.
Die komplette Kupplung, inkl. ZMS, wurde 2014 neu gemacht. Das Problem mit der Schaltung hatte ich schon immer... Ich werde da wirklich nicht schlau draus. Mal lässt er sich wie ein Neuwagen schalten und einkuppeln, am nächsten Tag ist es wieder sehr unschön. Ist glaub ich Sonnenstand- oder Vollmondabhängig... :D
Ich möchte mich nicht darauf festmachen, dass es temperaturabhängig ist... Das ist nur so mein allgemeiner Eindruck. Sehr seltsam das ganze...

Danke und Gruß,
Martin
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Re: Der Esel bockt, wenn es kalt ist....

Beitragvon Ro80-Fahrer » 04.12.2018, 16:54

Tritt das nur in den unteren Gängen auf, oder in allen Gängen, dass die sich schwer schalten lassen?

Ich hab bei meinem AXG das Problem, dass 1. und 2. Gang recht zäh rein gehen, wenn es kalt ist was an nicht mehr ganz 100%igen Synchronringen liegt.

schöne Grüße
Matthias
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Re: Der Esel bockt, wenn es kalt ist....

Beitragvon ABCler » 05.12.2018, 01:32

Hallo Matthias,

ja, betroffen ist vor allem der Wechsel vom 1. in den 2. Gang.
Allerdings würde ich das "Gang einlegen" als altersentsprechend bezeichnen... Das Hauptproblem liegt darin, dass sich nach dem Gang einlegen teilweise sehr unschön wieder einkuppeln lässt. Allerdings nur sporadisch, an anderen Tagen lässt er sich wunderbar schalten und einkuppeln.
MfG
Martin
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Re: Der Esel bockt, wenn es kalt ist....

Beitragvon Ro80-Fahrer » 05.12.2018, 21:41

Hmm, möglich wäre auch, dass der Fehler in der Kupplungsausrückung liegt sprich Führungshülse, Drucklager oder die Kerbverzahnung auf der Getriebewelle ist schwergängig durch Rost oder eingelaufen auf der die Mitnehmerscheibe läuft. Mein NF mit AXG lässt sich kalt im 1. und 2. Gang auch recht schwer schalten, wenn alles durchgewärmt ist geht der 2. ganz gut, der Erste mag es am liebsten wenn man steht.

Kupplungshydraulik hast ja scheints schon alles getauscht, was zum tauschen geht.
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Re: Der Esel bockt, wenn es kalt ist....

Beitragvon Cevier » 07.12.2018, 14:39

Hi hi,

ich hatte ähnliche Probleme: Kaltstart - Drehzahl 1300-1400. Gaspedal angucken: 3000. Dazwischen: nichts. Nach etwas Zeit sägen zwischen 1100/1300. Ganz toll zu fahren mit Automatik (Gas wegnehmen = Känguru-Benzin) :(
Workaround: Wenn der Wagen so halb warm war (Klimatron dreht die Lüfter auf), anhalten, Motor aus, danach wieder starten und weiter. Dann war das Auto wesentlich fahrbarer.

Die Batterie war durch, ich musste diverse Male Starthilfe geben. Neue Batterie: erheblich (!) besser. Das Sägen ist weg, auch nach Kaltstart kann gefahren werden.

Irgendwas ist da immer noch, die Drehzahl geht beim Kaltfahren nur langsam runter (beschleunigen auf 50 km/h, Fuß vom Gas - wie ein Tempomat). Aber das ist ein anderes Thema.

Gruß Cevier

Lesetipp: SSP 150. Hilft jetzt nicht konkret weiter, fand ich aber ganz interessant.
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Re: Der Esel bockt, wenn es kalt ist....

Beitragvon ABCler » 10.12.2018, 10:29

Hallo zusammen,

danke für die Beiträge.
Ich habe die Batterie ja nun aufgeladen, leider ist es zeitgleich wieder deutlich wärmer geworden. So kann ich leider nicht sagen, ob sich etwas verändert hat.
Allgemein habe ich aber den Eindruck, dass das ganze mit der Drehzahl nicht so extrem auftritt, wenn der Klimakompressor mitläuft, so als bräuchte der Motor irgendetwas das ihn ausbremst...

Bezüglich den Schaltproblemen muss ich mich dann wohl damit abfinden... naja, solange es primär nur in kaltem zustand auftritt kann ich damit leben :)
Nur mal aus Interesse: Ist der Vorgang des Kupplungentlüftens mittels Pedalpumpen, wie von mir oben beschrieben, korrekt?

Danke und Gruß
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Re: Der Esel bockt, wenn es kalt ist....

Beitragvon ABCler » 18.12.2018, 21:15

Hat noch niemand durch Pedalpumpen seine Kupplungshydraulik entlüftet? :wink:
MfG
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Re: Der Esel bockt, wenn es kalt ist....

Beitragvon Acki » 19.12.2018, 09:52

Besser durchschieben die Flüssigkeit.

Das Leerlauf Thema klingt eher nach nen Leerlaufregler der klemmt.
Gerade kalt greift keine Lambdaregelung usw ein. Stecker mal abziehen vom Regler und wieder ran?
Sonst wenn die Batteriespannung echt Einfluss hat - dann passt irgendwas mit der Ladezeit der Zündspulen nicht oder Einspritzzeitverlängerung. Aber davon hab ich noch nie gehört wenn ich ehrlich bin.

Schaltbarkeit kann frisches Getriebeöl auch helfen.
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Re: Der Esel bockt, wenn es kalt ist....

Beitragvon scotty10 » 20.12.2018, 02:12

Mojn Mojn,
ABCler :"...Hat noch niemand durch Pedalpumpen seine Kupplungshydraulik entlüftet? ..."
Na klar doch.
2. Mann dazu und los geht's. :D
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Re: Der Esel bockt, wenn es kalt ist....

Beitragvon ABCler » 01.02.2019, 15:43

Hallo zusammen,

da mich die Sache immer noch etwas ärgert habe ich mal weiter im Internet gesucht und auch den ein oder anderen Mechaniker gefragt (hier habe ich bewusst auf ein älteres Baujahr des Mechanikers geachtet, die jungen kennen sich mit den älteren Fahrzeugen leider nicht mehr so gut aus :D )

Hier kam häufiger die Aussage :"Massepunkte reinigen"
Finde ich einen guten Ansatz, wer weiß was sich im Laufe der Jahre an den Massepunkten für Schmodder absetzt...

Kann mir hier jemand alle MPFI relevanten Massepunkte nennen, bzw hat jemand einen Übersichtsplan? Ich weiß von zwei Massekabeln, die in der Nähe des LLR zusammenlaufen, ansonsten bin ich leider ziemlich unwissend...

Wie reinigt man denn Massepunkte? Meine Idee wäre, alle Auflageflächen mit feinem Schleifpapier zu bearbeiten und anschließend die Punkte mit Kupferpaste dazwischen wieder zu verbinden. Kann man das so machen?

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Re: Der Esel bockt, wenn es kalt ist....

Beitragvon kai 1 » 02.02.2019, 04:41

hallo

kupplung endlüften kenn ich anders : rechtes vorderrad runter > endlüfternippel an bremssattel nen schlauch drauf zum kupplungszylinder > beide endlüfternippel öffnen > bremspedal pumpen mehrere hübe

standgas hat meiner meinung weniger mit batterie zu tun , das liegt am regler der die bypassluft um die drosselklappe steuert

Mfg Kai
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Re: Der Esel bockt, wenn es kalt ist....

Beitragvon kpt.-Como » 02.02.2019, 14:30

kai 1 hat geschrieben:hallo

kupplung endlüften kenn ich anders : rechtes vorderrad runter > endlüfternippel an bremssattel nen schlauch drauf zum kupplungszylinder > beide endlüfternippel öffnen > bremspedal pumpen mehrere hübe

Mfg Kai

ähhm wie soll da Luft rauskommen aus dem System, wenn BEIDE Anschlüsse gegenseitig angeschlossen sind :?: :roll:

Kupplung entlüftet man genau so wie jeden einzelnen Bremssattel ALLEIN.
Nur allerdings mit Kupplungspedal statt Bremspedal.
Ich weiß garnicht wo das Problem liegt?
Ist doch wirklich nicht sooo schwer.
Grüße
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Re: Der Esel bockt, wenn es kalt ist....

Beitragvon Quattro-Jan » 02.02.2019, 18:27

Was kai 1 beschreibt ist soweiz kein falscher ansatz er pumpt halt die im endeffekt alte Flüssigkeit vom bremssattel von unten nach oben durchs kupplungssystem was so gesehen sogar schlauer ost da ja luft sowieso nach oben steigt, wodurch diese deutlich effektiver rausgehen müsste, gehört hatte ich das so auch noch nicht aber dass man von unten nach oben entlüftet hab ich schon öfter gehört.

Ich mach das mit 2tem mann und Überdruck, so kann man den nippel offenlassen und hat die luft schneller drausen und muss nicht auf den Behälter achten.
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Re: Der Esel bockt, wenn es kalt ist....

Beitragvon Ro80-Fahrer » 05.02.2019, 12:04

Kann ich nur bestätigen. Es kann passieren, dass beim Flüssigkeitswechsel der Kupplung das Pedal unten hängen bleibt. Mit mehrmaligem Pumpen am Pedal funktioniert es dann jedoch nachher wieder einwandfrei. So abwegig ist das also nicht. Funzt bei den neuen Audis übrigens auch.
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Re: Der Esel bockt, wenn es kalt ist....

Beitragvon kpt.-Como » 05.02.2019, 12:13

Tja, dann bin ich halt zu blöd dazu.

Werde in Zukunft meine Aussagen sehr einschränken.
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Re: Der Esel bockt, wenn es kalt ist....

Beitragvon kai 1 » 05.02.2019, 15:04

hallo

ich hab erfolgreich 2 autos so endlüftet nach zylinderschaden am pedalzylinder , geber und nehmer bring ich immer durcheinander :oops: deswegen die beschreibung

jedenfalls musste der zylinder am pedal ersetzt werden und dann eben wieder das system befüllt werden

funktioniert super :}

Mfg Kai
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Re: Der Esel bockt, wenn es kalt ist....

Beitragvon kpt.-Como » 05.02.2019, 15:37

Wenn man schon nicht weiß was welcher Zylider was macht ?!

Na dann ...
Grüße
Klaus

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Re: Der Esel bockt, wenn es kalt ist....

Beitragvon Ro80-Fahrer » 05.02.2019, 20:54

Geberzylinder: sitzt am Pedal GIBT den Druck vom Pedal weiter!
Nehmerzylinder: sitzt am Getriebe, NIMMT den Druck der vom Pedal kommt.
Das vielleicht als kleine Eselsbrücke!

@kpt.-como: Nimm es doch nicht persönlich! Das war doch kein Angriff gegen Dich!
Vielleicht hab ich mich auch nicht klar ausgedrückt bzw. Ich hab wohl aus den vorhergehenden Post etwas anderes raus gelesen. Ich meinte, wenn man die Kupplung entlüftet indem man mit neuer Flüssigkeit die alte rausdrückt und dann noch Luftbläschen drin sind, dass es funktionieren KANN mit Pumpbewegungen das Pedal in die Ausgsbgslage zu bringen mit ursprünglichem Druckpunkt bei geschlossenem Kreislauf. Eine komplett leere Kupplungsanlage wirst so sicher nicht entlüftet bekommen. Aber gerade beim reinen Flüssigkeitswechsel (nicht die leere Anlage entlüften) ist mir das selbst schon hin und wieder passiert, dass das Pedal hängen blieb und durch Pumpbewegungen dann wieder in seine Ausgangslage zurück kam und die Kupplung wieder ihren ursprünglichen Druckpunkt hatte!

Darum hatte ich geschrieben, dass es funktionieren KANN aber nicht MUSS!

Die Entlüftermethode die weiter oben beschrieben ist kenne ich so auch nicht. Macht m.M. auch wenig Sinn, weil der Gummiabrieb der Manschetten nachher im Vorratsbehälter landet und u.U. Bohrungen verstopft, denn da ist ja noch ein Sieb im Behälter der Dreck nicht nach innen gelangen lassen soll und würde bei umgekehrter Entlüftungsrichtung verhindern, dass der Dreck nach draußen kann.
Aber kurioserweise funktionieren ja viele Methoden.
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Re: Der Esel bockt, wenn es kalt ist....

Beitragvon Acki » 06.02.2019, 02:35

Soweit ich das verstehe pumpst du ja die Flüssigkeit durch beide Zylinder, Richtung Ausgleichsbehälter läuft in dem Moment nix.
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Re: Der Esel bockt, wenn es kalt ist....

Beitragvon scotty10 » 06.02.2019, 04:14

Mojn Mojn,

@ kai 1

Laut Reparatur-Anleitung/Beschreibung im "So wirds gemacht" soll die Kupplung so entlüftet werden.
Richtig !
Das es nicht funktioniert, will ich gar nicht anzweifeln.

Dieser Anleitung/Beschreibung gegenüber/entgegen steht aber die Anleitung zum Entlüften der Bremse.

So richtig Sinn ergeben diese beiden unterschiedlichen Vorgehensweisen - meiner bescheidenen Meinung nach - nicht.

Kupplung und Bremse sind beides hydraulische Systeme die von der selben Quelle (dem Ausgleichs-Behälter) versorgt werden.
Und selbst andere Höhen-Unterschiede sind nicht gegeben.
Der Geber-Zylinder am Kupplungs-Pedal ist höher verbaut, als der Nehmer-Zylinder am Getriebe.

Ich kann nicht erkennen, warum das Entlüften der Kupplungs-Hydraulik - so wie bei der Bremse beschrieben - nicht funktionieren soll (?), solange vom Ausgleich-Behälter keine neue Luft in das System gelangen kann.
(sollte ich mich irren lerne ich gern dazu)

Der Ausgleichs-Behälter ist definitiv der höchste Punkt im System von Bremse und Kupplung.

Ich sehe sogar einen positiven Effekt , wenn man die Kupplungs-Hydraulik so entlüftet wird wie das Brems-System.

Auf Grund von Abnutzung / Alterung /Korrosion (wie auch immer) werden die Schweb-Stoffe (Verunreinigungen) immer dem Prinzip des Drucks und der Schwerkraft folgen.
Der Druck geht immer in Richtung des --> Nehmer-Zylinders am Getriebe und auch die Schwerkraft zieht Alles nach unten bzw. trägt dazu bei.
Und - sollte ich mich nicht gravierend irren - , dann landen die Verunreinigungen im Nehmer-Zylinder.
Dito ist es im Brems-System.
(vom Hauptbrems-Zylinder --> zum Brems-Sattel (bei Trommel-Bremsen der Rad-Brems-Zylinder) )

Ah - Moment (!) - hab ich da nicht was entscheidendes vergessen ?

Na klar !
Den Auftrieb !

Luft steigt ja immer nach oben, weil sie leichter als eine Flüssigkeit ist.
Richtig !

Sorry - zu dumm von mir, daß ich daran nicht gedacht hab. :?

Vom Prinzip her ist das richtig.
Wenn da nicht die "doofe" Adhäsion wäre.
( Adhäsionskräfte bewirken zum Beispiel das Haften von Wassertropfen auf einer Glasscheibe )

Diese wirkt leider auch in beengten Räumen, wie z.B. einem dünnen Schlauch oder Rohr.
(wie z.B. in einer dünnen Brems-Leitung oder Brems-Schlauch)

Das heißt, wenn Luft durch Reparatur-Arbeiten in das System hinein gekommen ist, dann brauchen diese Luftblasen einige Zeit um den höchsten Punkt zu erreichen.
D.h. deren Bewegung in diesem beengten System ist seeehr träge.
(und wenn ich nicht komplett daneben liege, dann spielt das Verdrängungs-Prinzip auch noch eine Rolle)

ERGO:
Dem normalen Auftrieb der Luftblasen steht also
- die Adhäsion,
- der Flüssigkeits-Druck (durch's Pumpen am Pedal)
und
- das Verdrändungs-Prinzip entgegen
(wenn ich nicht irre hat "ein armer Irrer" namens Archimedes das entdeckt) :roll:

Shit - ich schweife ab !

JA - ich hab die hydraulische Kupplung schon so entlüftet, wie man es beim Brems-System macht.
Es hat funktioniert.

Aber egal (!) und sorry für meine langen Ausschweifungen !

Bleiben wir beim Thema:
"Der Esel bockt, wenn es kalt ist...."

@ ABCler
"...teilweise bleibt die Drehzahl auch auf 1600 U/min hängen..."
Also bei einem 5-Ender (z.B. NF- oder AAR-Motor) würde ich auf Falschluft tippen.
Leider weiß ich nicht, ob es beim ABC auch so ist. :?
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scotty10
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