Vorstellung aus Südhessen mit C4 2,6

Hier bitte Fragen, Tipps und Anregungen rund um den Audi 100 bzw. A6 des Typs C4 (ab MJ91) einstellen.
Auch passen hier gut Fragen zu den "neuen" V6-Motoren herein, die im Aud 100 C4 sowie Audi 80 B4 eingebaut wurden.

Bitte überprüfe vor dem Erstellen Deines Postings, ob die Frage bereits in der Audi 100 und A6 Selbst-Dokumentation, der audi100.selbst-doku.de beantwortet wurde. Für fast alle häufigeren Probleme gibt es dort bereits Lösungen.

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Vorstellung aus Südhessen mit C4 2,6

Beitragvon dieterh » 26.11.2017, 18:38

Hallo,

ich bin Dieter aus Ober-Ramstadt, 57 Jahre alt und arbeite im Bereich Fahrzeug-Mikroelektronik.
Vor einer Woche bin ich zu einem Audi 100, 2,6 aus `93 gekommen. Das Auto stand 10 Jahre abgemeldet in einer Garage, seit der Vorbesitzer schwer erkrankte und nicht mehr fahren konnte. Meine Schwägerin hat das zur Garage gehörende Haus gekauft, der Audi gehörte sozusagen zu dem "Gesamtpaket". Unter einer dicken Staubschicht verborgen, kann man ahnen, dass er mal ein gepflegter Rentnerwagen war. Innen und außen sind keine groben Schäden erkennbar, außer einer defekten Zierleiste an der linken hinteren Tür.
Die Ausstattung ist eher schlicht, keine Klima, dafür E-Schiebedach und als einziges weiteres Extra, das mir auffiel: Ein Innenraum Luftfilter.

Mein Plan ist, den Audi instandzusetzen und als Sommerauto neben meinem Jeep gelegentlich zu fahren.
Dafür muss aber zunächst der durch die lange Standzeit entstandene Wartungsstau (Zahnriemen, Reifen, Bremsen, Öl, etc.) behoben werden.
Ich habe Schraubererfahrung aus früheren Zeiten, daher traue ich mir das soweit in Eigenarbeit zu.

Folgendes habe ich bisher als ersten Schritt versucht:
Neue Batterie eingebaut. Ölstand geprüft, genug vorhanden und optischer Zustand ok.
Kraftstoffpumpen Sicherung gezogen und einige Zeit den Anlasser drehen lassen, um Öldruck aufbauen zu lassen.
Sicherung eingesetzt - Zündschlüssel gedreht -erfolglos.
Starthilfe Spray: Motor springt an und läuft mit Standgas halbwegs rund und mit normalem Laufgeräusch, so lange man sprüht. Öldrucklampe geht bei Motoranlauf sofort aus.
Das Kraftstoffpumpen Relais schließt nach "Zündung" an für etwa 2s und ist daueraktiv bei drehendem Anlasser. Strom überm Relais-Arbeitskontakt liegt konstant bei über 10A (das ist die Messgrenze meines Multimeters).
Das manuelle Betätigen des Relaiskontakts hat ein leises "Klicken" aus dem Heckbereich (Tank) des Autos zur Folge, aber nicht das mir von anderen Autos bekannte Pumpengeräusch.
Vermutung: Kraftstoffpumpe "hängt".
Den Deckel von Schwimmer/Kraftstoffpumpe habe ich abgeschraubt, und die drei Schlauchanschlüsse entfernt. Druck war nirgends drauf und bis auf den einen Schlauch mit der großen Verschraubung waren alle trocken.
Die Klemmung der ganzen Einheit auf dem Tank habe ich entfernt und das ganze Teil ein Stück weit -soweit es ohne Widerstand ging- angehoben. Unten im Tank konnte ich die mit Clips (?) befestigte Kraftstoffpumpe sehen.
Wie bekomme ich die dort hinaus und gewechselt?
Hat schon mal jemand versucht, die Pumpe durch verpoltes Anschließen der Versorgung oder durch (kurzzeitigen) Überspannungsbetrieb im eingebauten Zustand zu "reanimieren"?

Viele Grüße,
Dieter
Zuletzt geändert von dieterh am 31.12.2017, 14:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Vorstellung aus Südhessen und gleich die ersten Fragen

Beitragvon kpt.-Como » 27.11.2017, 13:11

Zunächst erstmalHerzlich Willkommen bei uns.
Gleich zu Deinem Problem.
Eine Benzinpumpe im "trocknen" versuchen zu reanimiern funktioniert NICHT.
Denn wenn sie tatsächlich anläuft ist der Trockenlauf ihr tot.
Anbei mal ein Hinweis zum Wechsel der Pumpe.

hier mal eine Anleitung aus der Selbst doku.
Grüße
Klaus

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Re: Vorstellung aus Südhessen und gleich die ersten Fragen

Beitragvon scotty10 » 28.11.2017, 06:56

Mojn Mojn,

Herzlich Willkommen im Forum.

Zum Thema Benzinpumpe:

"Re-Animieren" - wie Kpt.Como schon geschrieben hat, im Trockenlauf ist das der sichere Tod.

Andererseits:
Die Pumpe ist jetzt 24 (!) Jahre alt.
Hol eine Neue und bau die ein.
Selbst wenn die "Alte" wieder laufen sollte,
wegen deren plötzlichem "Alters-Tod" irgendwo "zu Stranden" (stehen bleiben evtl. auf der BAB oder im Berufsverkehr) ist immer eine ärgeliche Sache.

Zwecks dem Ausbau, benutz bitte mal die Suchfunktion.
Hab vor einiger Zeit Bilder von meinem selbst gebauten Pumpen-Schlüssel in's Forum gestellt.

Kann leider grad nicht danach suchen, weil ich mit dem Handy unterwegs bin.
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Re: Vorstellung aus Südhessen und gleich die ersten Fragen

Beitragvon Ro80-Fahrer » 29.11.2017, 20:06

Herzlich willkommen!

Bez. Spritpumpe: Kauf keine Billigheimer! Die taugen nix und sind in null komma nix wieder hin! Ich würde da auch nur originale von Bosch nehmen.
Hab ich bei meinem 100er so gemacht und bis jetzt keine Probleme damit gehabt!

schöne Grüße
Matthias
Meine eigenen "Baustellen":
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NSU Ro80 Bj. 19.03.1976 marathonblau-metallic (2013 komplett restauriert)
NSU Ro80 Bj. 09.09.1973 tibetorange
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REX Mofa FM 40 Bj 1952 (in Restauration)
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Re: Vorstellung aus Südhessen und gleich die ersten Fragen

Beitragvon dieterh » 30.11.2017, 08:33

Hallo,

die Pumpe werde ich austauschen, alles andere macht anbetrachts des geringen Preises nicht wirklich Sinn....
@ kpt.-Como, aus der Erinnerung (dummerweise habe ich keine Fotos gemacht nach Öffnen des Tank/Schwimmer Deckels) sieht es bei meinem eher so aus:
http://audi100.selbst-doku.de/Benzinpum ... /Ein-bauen
Eine Frage zu dieser Anleitung, hier steht "Nun greift man mit der Hand in den Tank und klippst die Benzinpumpe los (sie hat drei Gummipuffer, die an den Stiften festgeklippst sind, die man mit der Hand erfühlen muß, da man nichts von oben sieht" - auf den Bildern sehen diese Klippse recht filigran aus, wie funktioniert das genau mit dem "Losklippsen" - nicht dass ich diese Klippse abbreche...

Da ich nicht sicher bin, welches Anschlusssystem die Pumpe hat (Schraub- oder Steckverbindung) und das Auto nicht bei mir vor der Haustür steht, habe ich nun eine Pumpe mit Steckverbinder bestellt, bei der ein neuer Leitungssatz bis hoch zum Schwimmerdeckel dabei ist. Es ist nicht die allerbilligste Variante, die zu bekommen war, aber auch keine Bosch oder Pierburg.
Naja, zumindest geht der zweite Austausch -falls die sich zu früh verabschiedetet- dann flotter vonstatten mit Übung...

Viele Grüße,
Dieter
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Re: Vorstellung aus Südhessen und gleich die ersten Fragen

Beitragvon kpt.-Como » 30.11.2017, 11:53

Das mit dem "Dreibein"ist die komfortabelste Lösung, denn die drei Gummipuffer sind nur auf die Zapfen aufgesteckt.
Also wie schon geschrieben einfach nach oben hin abziehen. Da bricht nichts ab!

Du brauchst nur die Pumpe nicht das Dreibein Gummilager.

Aber Wissen ist bekanntlich Macht, daher VORHER in den Tank schauen ob tatsächlich so wie du schreibst verbaut wurde.

Gab da schon mehrfach Probleme mit nicht passender Pumpe.
Also entweder 43er oder 60er Pumpe!
Und nicht an Quallität sparen!!!
Grüße
Klaus

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Re: Vorstellung aus Südhessen und gleich die ersten Fragen

Beitragvon scotty10 » 01.12.2017, 01:27

Mojn Mojn,

Bin heut mal zum "Stöbern" gekommen und hab einen alten Beitrag von mir zwecks Ausbau der Kraftstoff-Pumpe gefunden:

Ausbau-Kraftstoffpumpe
Gruss Scotty
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Re: Vorstellung aus Südhessen und gleich die ersten Fragen

Beitragvon dieterh » 01.12.2017, 08:24

Danke Scotty,

die Bilder in dem verlinkten Beitrag machen einiges klarer.

Gruß,
Dieter
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Re: Vorstellung aus Südhessen und gleich die ersten Fragen

Beitragvon dieterh » 01.12.2017, 21:21

So,

ich bin etwas weiter.
Nach Hochziehen des Deckels mit dem Schwimmer habe ich zunächst versucht, die beiden Verschlauchungen zu entfernen, der Druckschlauch war ohne Gewaltanwendung (habe ich mich erstmal nicht getraut) nicht lösbar (Bild 0317) in seiner Verschraubung.
Ich habe dann versucht, an dem Deckel mit Schwimmer vorbei den die Pumpe umfassenden Käfig (der mit den drei "Nasen") zu ertasten und durch 1/8 Linksdrehung -wie in der Anleitung beschrieben- zu lösen. Dies gelang mir mit verfügbarer Handkraft nicht...
Anschließend habe ich versucht, die Pumpe "einfach" über die zwei Rastnasen (rote Pfeile in Bild 0315) hinweg nach oben heraus zu ziehen. Diese ging mit nur ganz geringem Widerstand. Jetzt (siehe Bild 0339) sind die Rastnasen nicht mehr zu erkennen - habe ich die abgebrochen?? An der herausgezogenen Pumpe habe ich die elektrische Anbindung (Schrauben) sowie den Druckschlauch mit verpresster Schelle entfernt.
Auch bei direktem Anschluss an die Batterie und nach Klopfen auf das Gehäuse sagt die Pumpe lediglich leise "Klick" -> sie ist definitiv defekt und ich bin guter Hoffnung, dass nach Einbau des bestellten Ersatzteils (Durchmesser ist zumindest gleich wie bei der ausgebauten) der alte Wagen zu neuem Leben erwacht.
Frage: Was ist mit den beiden Rastnasen passiert und wie bekomme ich die neue Pumpe wieder fest?

Viele Grüße,
Dieter
Dateianhänge
IMG_0339.jpg
Pumpe draußen
IMG_0317.jpg
verrostete Deckelanbindung
IMG_0315 2.jpg
Pumpe vor Ausbau, 2 Clipse markiert
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Re: Vorstellung aus Südhessen und gleich die ersten Fragen

Beitragvon kpt.-Como » 02.12.2017, 12:51

Diese Pumpenhalterung ist die mit Bajonetverschluss bzw. einrastung. Vorgesehen mit Adapter für eine 43er Pumpe.
Das gesamte Krafstoffstaubehälteroberteil lässt sich herausnehmen. Eben mit dieser berühmten Drehung.
Wie genau sich das jetzt verhält mit der Wiedermontage, da du die Pumpe so einfach aus dem Adapter gezogen hast, weiß ich leider nicht, da ich nie einen solchen vor mir hatte.

Aber die Bilder und Anleitungen aus der Selbstdoku sollten helfen.
Benzinpumpe aus- und einbauen
Grüße
Klaus

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Re: Vorstellung aus Südhessen und gleich die ersten Fragen

Beitragvon dieterh » 05.12.2017, 12:56

Hallo,

ich bin seit gestern abend weiter und habe ein wenig Erfolg!

Die neue Pumpe hatte im Ansaugstutzen kein Feinsieb, dies habe ich von der defekten Pumpe umbauen können.
Der Wiedereinbau der nach oben herausgezogenen Pumpe ging recht einfach, mit einer leichten Drehbewegung fand der asymmetrische Einlassstutzen seinen angestammten Platz und die Pumpe ließ sich dann problemlos in die originale Position einsetzen. Sie sitzt da recht stramm drin, ohne die offensichtlich beim Ausbau abgebrochenen Kunststoffklammern am Gehäuse.
Die neue Pumpe ist eine "Bauart Bosch", mit Stecker direkt an der Pumpe, die alte war die Variante (Pierburg?) mit Schraubanschlüssen. Das im Tank befindliche Anschlusskabel der Pumpe war dabei, leider sind die oberen Flachstecker eher qualitativ mäßig, sodass ich da später nochmal dran muss, diese auszutauschen (aufgrund meiner Neugierde, ob alles klappt, habe ich erstmal den Zusammenbau komplettiert).
Bei Einschalten der Zündung war zunächst das übliche, kurze Surren zu hören. Um die Kraftstoffleitung zu entlüften, habe ich das Relais ein paar Sekunden per Hand daueraktiviert, bis das "Schlürfgeräuch" nachließ. Dann hinten nochmal nachgesehen, ob alles dicht ist - war es natürlich nicht und musste nachgebessert werden mit einem 17er Schlüssel.
Der erste "echte" Startversuch des V6 nach 10 Jahren war dann auch sofort erfolgreich - er musste sich keine 2 Sekunden bitten lassen.
Es hört sich so an, als würde er nur auf 5 Zylindern laufen - evtl. liegt hier noch ein Problem mit einer festhängenden Einspritzdüse vor.
Ich habe den Motor etwa 5min mit Standgas laufen lassen, nach und nach mit wärmer werdenden Öl ließ das Tickern der Hydrostößel nach.
Zweimaliges Treten der Kupplung hinternander ließ auch diese funktionieren, und ich bin spaßeshalber mal ein paar Meter rückwärts aus der Garage gefahren, um den Wagen dann gleich wieder hineinzufahren. Die Hinterradbremsscheiben sind beide stark verrostet, leisteten aber weniger Widerstand wie befürchtet. Die vordere Bremsanlage sieht dahingegen sehr gut aus, die Scheiben sind noch nahezu bei 100% und nur wenig angerostet.
Ach, noch etwas, nach der ganzen Aktion habe ich jetzt auch eine funktionierende Tankanzeige - die stand vorher nämlich hartnäckig auf Linksanschlag.
Ich bin auf die erste, ganz behutsame Testfahrt, die zu einer Autowaschanlage in der führen wird, gespannt.
Gruß,
Dieter
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Re: Vorstellung aus Südhessen und gleich die ersten Fragen

Beitragvon scotty10 » 06.12.2017, 06:43

Mojn Mojn,

Das hört sich ja recht gut an. :)

"...die Alte war die Variante Pierburg..."
Dann war es noch die 1. Kraftstoffpumpe.
Pierburg war damals Erst-Ausrüster für Audi.
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Re: Vorstellung aus Südhessen und gleich die ersten Fragen

Beitragvon dieterh » 07.12.2017, 21:47

Ich schon wieder ;)

wg. bevorstehendem Umzug kam ich nicht umhin, den Wagen aus seiner kuscheligen Garage zu mir vor die Haustür "ins Kalte" zu überführen. Da nur ca. 6km Entfernung, eine auf eigener Achse wohl machbare Sache. Der Audi wollte auch mitkommen und sprang bereitwillig an. Bremsentest auf der Stichstraße vor der Garage: Ok. - ohne jegliche Einschränkung. Optischer Eindruck der Bremsleitungen, soweit sichtbar, auch in Ordnung. Handbremstest ebenfalls ok (fand ich erstaunlich....).

Ich bin dann ganz vorsichtig losgefahren, die Schabgeräusche von den hinteren, verrosteten Bremsscheiben wurden sukzessive weniger. Höchstgeschwindigkeit auf der Landstraße zwischen den Dörfern habe ich bei gut 60 km/h belassen, aufgrund des Standplattens vorne rechts. Die Bereifung ist wohl etwas "eckig" geworden in 10 Jahren Standzeit....

Jedenfalls bin ich mit der ganzen Aktion vorsichtig optimistisch, da der Wagen im Grunde erstmal funktioniert, und lediglich der ganze Wartungsstau behoben werden muss.
Falls es aufgrund der Reflexionen auf den beiden Handyfotos auch anders aussehen sollte: Zumindest die Außenhaut ist komplett rostfrei und außer einer Fingerkuppen-großen Delle von innen nach außen im Kofferraumbereich ist er beschädigungsfrei.
Viele Grüße,
Dieter

Anbei zwei Bilder, die ich nach Entstauben mit dem Hochdruckreiniger vor meinem Haus aufgenommen habe.
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IMG_0348 vor dem Haus.jpg
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Vorstellung aus Südhessen und gleich die ersten Fragen

Beitragvon dieterh » 08.12.2017, 13:33

So, es ist (etwas) weitergegangen.
Neuwertige 215er Semperit sind jetzt drauf.
Bei der Gelegenheit konnte ich mir das Auto erstmalig von unten ansehen.
Die "To do" Liste wird länger....
- Auspuffanlage ab Kat (hat jemand einen Tipp, wo man die zu einem fairen Kurs her bekommt?)
- Benzinleitung nahe Tank
- Eine Bremsleitung
- Bremsscheiben und Sättel hinten
Viele Grüße,
Dieter
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Re: Vorstellung aus Südhessen und gleich die ersten Fragen

Beitragvon Bigdaddy » 28.12.2017, 22:35

Der 100er sieht aber augenscheinlich noch sehr gut aus.Die Arbeit lohnt sich also ;)
Gruß aus Mittelhessen!
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Re: Vorstellung aus Südhessen mit C4 2,6

Beitragvon MainzMichel » 31.12.2017, 18:10

Hallo Dieter!

Kurz vor dem Jahresende begrüße ich Dich dann auch. Dein Garagenauto sieht doch ganz ordentlich aus.
Ich habe hier im Hof einen 2,8l Schlachter stehen, bereits ziemlich tot. Wenn Du es nicht eilig hast, kann ich bei trockenerem und evtl. wärmerem Wetter mal druntersehen, wie da der Auspuff noch aussieht, ich habe keinen Schimmer (brauche ihn nicht). Oder möchtest Du Neuware, dann fällt das natürlich aus. Meine Alltagsschlampe (siehe Sig) hat übrigens noch den ersten drunter.
BTW: Du schreibst, Du bist im Bereich Fahrzeug-Mikroelektronik tätig. Was genau? Man muß ja wissen, ob man Dich mal gebrauchen kann...

Adios
Michael
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Re: Vorstellung aus Südhessen mit C4 2,6

Beitragvon scotty10 » 03.01.2018, 02:37

Mojn Mojn,

Wünsche frohes, gesundes und erfolgreiches Neues Jahr.

Na da ist doch tatsächlich ein schöner Audi
- " wie Phönix aus der Asche " -
unter dem Staub hervorgekommen. ;)

Gibt mit Sicherheit noch reichlich dran zu tun,
aber ich bin mir sicher der Aufwand lohnt sich.

ALSO:
Weitermachen. :)
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Re: Vorstellung aus Südhessen mit C4 2,6

Beitragvon dieterh » 03.02.2018, 00:17

thermostat_1.jpg
So, wieder ein bisschen weiter, aus Zeitgründen bin nur am Wochenende für ein paar Stunden an dem Auto.

Neue Wasserpumpe ist drin, und für die Nockenwellenräder (neue Simmerringe liegen bereit) muss ich mir erstmal nen kleineren Abzieher beschaffen.
Heute hatte ich vor, "nochmal schnell" den Thermostaten vorsorglich zu tauschen. Leider ein "Satz mit x" - war wohl nix.

Auf den ersten Blick sah der neue Thermostat (Hersteller "JP Group") genauso aus wie der alte. Allerdings habe ich es nur mit viel Mühe geschafft, ihn in die Aufnahme im Motorblock hineinzubekommen. Bei der Gelegenheit hat es dann die mit dem Thermostat fest verbundene Dichtung abgeschert... Also wieder mal eine kleine Verzögerung auf der Baustelle.

Gruß,
Dieter
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Re: Vorstellung aus Südhessen mit C4 2,6

Beitragvon MainzMichel » 04.02.2018, 10:31

Fest verbunden? Die kenne ich nur mit losem Gummiring, den man einfach mit einem bischen Fett fixiert.
Auch der benötigte Abzieher für die Nockenwellenräder wundert mich. Allerdings bin ich ein nicht-Sechszylinder-Schrauber, bei allen Vier- und Fünfzylindern gehen die Nockenwellenräder ohne ab.

Adios
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Re: Vorstellung aus Südhessen mit C4 2,6

Beitragvon dieterh » 04.02.2018, 11:56

Hallo Michael,

er war nur vermeintlich fest verbunden. Der Dichtring des neuen Thermostaten hatte nicht die Bauform "O-Ring" des alten Thermostaten, sondern war geschlitzt und rundum auf den neuen Thermostaten aufgelegt - so fest auf der Kante, sodass es für mich so aussah, als ob das so gehören sollte. Beim Hineindrücken in die Aufnahmeöffnung hat es dann die Dichtung zerlegt. Ich habe nun den neuen Thermostaten mit der alten O-Ring Dichtung wieder eingebaut.

Übrigens zeigten auch gewechselter Zahnriemen, Wasserpumpe -mit Datecode 03- und Keilrippenriemen keine Verschleisserscheinungen, sodass ich vermute dass alles kurz vor der Stilllegung des Autos gewechselt wurde.

Den Abzieher für die NW Zahnräder braucht man definitiv. Schau dir mal das Video an (weiter oben verlinkt).
Seit gestern ist alles wieder zusammengebaut und läuft.
Gruß,
Dieter
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Fertig gestellt und wieder "auf der Straße"

Beitragvon dieterh » 03.03.2018, 21:41

Anfang dieser Woche war es soweit, die Abnahme bei der GTÜ erfolgte - problemlos und mit Eintragung des nachgerüsteten KLR.

Alles in allem wurden bisher folgende Dinge erledigt:
- Kraftstoffpumpe
- Batterie
- 215er Reifen
- Motorwartung: Zahnriemen, Wasserpumpe, Keilrippenriemen, Thermostat und Flüssigkeiten
- Auspuff kpl. ab Kat
- Hinterachs Bremsanlage kpl. (Überholte Girling Bremssättel, Scheiben, Beläge, Schläuche)
-Kaltlaufregler für Euro-2

Anbei ein paar Bilder.
Restarbeiten: Eine Rohrleitung (Hydraulik für Lenkung?) muss ich noch ersetzen, und das Zubehör Radio wird gegen ein Audi "Gamma" getauscht (liegt schon bereit).

Versicherung ist die Allianz geworden. Bei in-etwa Preisgleichheit mit der WV sind die Konditionen (Garage etc.) dort etwas flexibler.

Viele Grüße,
Dieter
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Das erstemal eine "Vollwäsche" nach über 10 Jahren
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