ABC: Überdruck im Kurbelgehäuse

Hier bitte Fragen, Tipps und Anregungen rund um den Audi 100 bzw. A6 des Typs C4 (ab MJ91) einstellen.
Auch passen hier gut Fragen zu den "neuen" V6-Motoren herein, die im Aud 100 C4 sowie Audi 80 B4 eingebaut wurden.

Bitte überprüfe vor dem Erstellen Deines Postings, ob die Frage bereits in der Audi 100 und A6 Selbst-Dokumentation, der audi100.selbst-doku.de beantwortet wurde. Für fast alle häufigeren Probleme gibt es dort bereits Lösungen.

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Ceag
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ABC: Überdruck im Kurbelgehäuse

Beitrag von Ceag »

Hallo zusammen,

bei einem unserer C4`s mit ABC Motor musste ich nun zum dritten Mal die Dichtung zwischen Ölberuhigungsraum und Deckel erneuern.
Anhand des Schadenbildes bin ich mir sicher, dass hier ein Überdruck für das Problem verantwortlich ist.

Hat jemand einen Tipp, wo ich genau suchen sollte? Die beiden "Schläuche" von den Ventildeckeln zum Ansauggeräuschdämpfer (vor der DK)
sind frei.
KB 2024_04_26 (34).JPG
Gruß

Jens
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Re: ABC: Überdruck im Kurbelgehäuse

Beitrag von uwe64schwarz »

....hast du die Ventilen im Ölberuhigungsraum und in den Zylinderköpfe erneuert. Da könnte auch das Problem beim V6 liegen.
Gruß Uwe
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kaputtmach
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Re: ABC: Überdruck im Kurbelgehäuse

Beitrag von kaputtmach »

Ventil gibt es noch bei der Tradition für ca. 50€, Teilenummer 078103175D - zwei werden gebraucht!
Die Dichtung des Beckens kann auch durch HT-Silikondichtmasse ersetzt werden, muss nur ordentlich durchtrocknen.
Alles lief perfekt nach Plan... aber der Plan war Kacke!
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Kai aus dem Keller
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Re: ABC: Überdruck im Kurbelgehäuse

Beitrag von Kai aus dem Keller »

Moin Jens,
schau Dir am besten mal die "Gegenstücke" zu den Schläuchen in den Ventildeckeln an. Die waren bei meinem schon öfters so verdreckt das da kaum noch etwas durch konnte. Am besten Ventildeckel dafür abbauen und gründlich reinigen...

Gruß,
Kai
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Re: ABC: Überdruck im Kurbelgehäuse

Beitrag von Ceag »

uwe64schwarz hat geschrieben: 07.05.2024, 20:54 ....hast du die Ventilen im Ölberuhigungsraum und in den Zylinderköpfe erneuert. Da könnte auch das Problem beim V6 liegen.
Gruß Uwe
Die im Beruhigunsgraum haben wir tatsächlich damals gewechselt. Bei denen in den Zylinderköpfen bin ich mir nicht sicher.
Kai aus dem Keller hat geschrieben: 08.05.2024, 11:54 Moin Jens,
schau Dir am besten mal die "Gegenstücke" zu den Schläuchen in den Ventildeckeln an. Die waren bei meinem schon öfters so verdreckt das da kaum noch etwas durch konnte. Am besten Ventildeckel dafür abbauen und gründlich reinigen...

Gruß,
Kai
Die hatte ich damals mit Bremsenreiniger geflutet, müssten aber noch einmal überprüft werden.

Gruß

Jens
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Re: ABC: Überdruck im Kurbelgehäuse

Beitrag von Ceag »

Hallo zusammen,

ich hol das Thema wieder hervor, da das Problem noch besteht.

Erneut ist die Dichtung vom Ölberuhigungsraum nach Außen gedrückt worden.
Kann mir jemand erklären, was die Ölrückschlagventile im Ölberuhigungsraum und den
Zylinderköpfen damit zu tun haben?

Ich gehe eher davon aus, dass ein (oder mehrere) Kolbenringe nicht in Ordnung sind und daher ein Überdruck im
Kurbelgehäuse entsteht.

Die Entlüftung von den beiden Zylinderkopfhauben zum Ansauggeräuschdämpfer vor der Drosselklappe ist frei.

Zu allem Überfluss verbraucht der Wagen auch noch Kühlflüssigkeit.

Gruß

Jens
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Re: ABC: Überdruck im Kurbelgehäuse

Beitrag von StefanS »

Hallo Jens,
ich würde mit einem Druckverlusttest beginnen.
Damit weißt Du dann sicher, ob an einem oder mehreren Zylindern Druck in Richtung Kurbelgehäuse entweicht.

Gruß Stefan
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Re: ABC: Überdruck im Kurbelgehäuse

Beitrag von Ceag »

Hallo Stefan,

das werde ich machen.
Ich vergaß noch zu erwähnen, dass ich vor 8tKm beide Zylinderkopfdichtungen erneuert habe.
Dabei wurde auch der Block auf Verzug überprüft und beide Köpfe plan geschliffen.
Daher kann ich zwar annehmen, dass einer oder mehrere Kolbenringe defekt sind, aber nicht warum der Wagen Kühlwasser verbraucht.
Da die ZKD`s ja neu sind, kann es ja (hoffentlich) nur ein defekter Zylinderkopf sein.

Gruß

Jens
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Re: ABC: Überdruck im Kurbelgehäuse

Beitrag von kaputtmach »

Fehler bei der Montage der Dichtungen oder gar fabrikneu defekte Dichtung (Transportschaden) sind ausgeschlossen?
Im Öl ist kein Kühlwasser?

Die Ventile im Ölberuhigungsbecken sollen nur verhindern, dass das Öl aus den Kanälen und den Tassenstößeln nach Abstellen des Motors sofort zurückläuft. Diese Ventile gibts noch für einen Fuffi bei der Tradition.
Unterm Ventildeckel gibts noch zwei Überdruckventile, die den Öldruck im Zylinderkopf begrenzen. Die sind nicht mehr lieferbar und nirgends mehr zu bekommen.
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Re: ABC: Überdruck im Kurbelgehäuse

Beitrag von StefanS »

Hallo Jens,
Du hast aber keinen Wasserkühler mit kombiniertem Getriebeölkühler? Diese gammeln im inneren gerne mal und dann gelangt Kühlwasser ins Getriebe.
Gruß Stefan
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Re: ABC: Überdruck im Kurbelgehäuse

Beitrag von Ceag »

kaputtmach hat geschrieben: 02.01.2026, 19:28 Fehler bei der Montage der Dichtungen oder gar fabrikneu defekte Dichtung (Transportschaden) sind ausgeschlossen?
Im Öl ist kein Kühlwasser?

Die Ventile im Ölberuhigungsbecken sollen nur verhindern, dass das Öl aus den Kanälen und den Tassenstößeln nach Abstellen des Motors sofort zurückläuft. Diese Ventile gibts noch für einen Fuffi bei der Tradition.
Unterm Ventildeckel gibts noch zwei Überdruckventile, die den Öldruck im Zylinderkopf begrenzen. Die sind nicht mehr lieferbar und nirgends mehr zu bekommen.
Moin,

einen Transportschaden schließe ich aus, zumindest war die Verpackung nicht beschädigt.
Ich arbeite immer sehr gewissenhaft, aber selbst dann kann sich der Fehlerteufel schon einmal einschleichen.
Es befindet sich kein Öl im Kühlwasser, befand sich auch nicht vor dem ersten Tausch der ZKD vor 8tKm.

Danke für die Erläuterung bezüglich der Ventile.

Gruß

Jens
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Re: ABC: Überdruck im Kurbelgehäuse

Beitrag von Jens 220V-Abt-Avant »

Servus miteinand,

die Frage, die sich mir hierbei stellt: Wie soll sich in diesem Bereich Druck aufbauen/bilden, der es schafft, eine Papierdichtung zwischen zwei Metallflächen heraus zu drücken, ohne daß sich das an anderen Stellen (Simerringe, Ölpeilstab, etc.) ebenfalls bemerkbar macht?

Der "Raum" ist - sofern ich das richtig beurteile - an sich drucklos, bzw. hat eben maximal Kurbelgehäusedruck. Ein Ölkreislaufchema des V6 wäre hier evtl. aufschlußreich.

Ich würde ebenfalls den Druckverlusttest vorschlagen, da aber momentan der Kram wohl eh zerlegt ist, würde ich dazu neigen, die Plan-Paßform der beiden Flächen zueinander unter die Lupe zu nehmen. Wenn die da hinten, wo es die Dichtung wohl immer wieder rausdrückt, sozusagen "aufstehen", dann wird das nie dicht und immer wieder kommen.

jm2p
Jens
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